SchattenplÀtze

Unter der S-Bahn-BrĂŒcke
sammeln sich die lÀngst Vergessenen,
die Aussortierten, kÀmpfen im Sommer
um einen Platz im Schatten. Trotzig
hocken sie auf dem Straßenpflaster,
bieten das Bild untröstlichster Verzweiflung
und Wiesenblumen an. Manchmal lÀchelt eine,
so beweisend, dass es ihr gut geht,
und so taugt sie zur Dokumentation
eines realen Beispiels
selbstverschuldeten Elends.

Genre: RealitÀtsschatten

Einladung

2016-07-01 Sommerfest

Genre: Erinnerungsbrösel, GemĂŒtstiefe, RealitĂ€tsschatten

Fehler

Das Passwort-Feld ist leer.

Genre: Rezensionen

Nachtgedanken

Wenn alle SĂ€tze schon gesagt sein sollten,
die je die Dichter kunstvoll aufgeschrieben,
und wenn das dumpfe Schweigen nur geblieben,
schlÀgt bald der Ungeist seine frechen Volten.

Nie wurde braves Ducken dir entgolten,
der Widerspruch hat dich recht oft getrieben,
er ist die böse, rabenschwarze Sieben.
Und wÀrest doch so gerne unbescholten.

Dir fremd und von dir selbst wie losgerissen,
bemĂŒhst du dich, die Zeit zu ĂŒberleben,
hoffst, dass dir eine kleine Sonne scheint.

Du wĂŒhlst dich nachts ins warme Ruhekissen,
sagst dir: Es wird sich alles, alles geben.
Und weißt es doch genau: Dass du gemeint.

Genre: RealitÀtsschatten

Auf den DĂ€chern

sitzen Spatzen,
lösen sich Ziegel aus Erinnerung.
Ich sehe Mutter am BĂŒgelbrett,
wie sie den Tag glÀttet.
Draußen bist du Schneekönigin
mitten im FrĂŒhling,
hÀngt sie WÀsche
und alte Regeln an die Leine,
die mit den Worten der Nachbarn flattern.
Zwischen Unkraut lauern Nacktschnecken
und andere Feinde,
baust du Schlösser
und braust Mittel
fĂŒr tote Fliegen.

Erst am Abend
stĂŒrzt dich Mutters Stimme
von den Zinnen
deiner Welt.

Genre: Erinnerungsbrösel, RealitÀtsschatten

StÀbchen und ZÀpfchen. Fragmente

(2. Fassung)

stÀbchen und zÀpfchen
trafen sich
im wald

stÀbchen war ein hampel
mann, zÀpfchen
wurde laut

***

zÀpfchen und stÀbchen
trafen sich
im zimmer

stÀbchen, eine pampel
muse, zÀpfchen mousse
au chocolat

***

stÀbchen und zÀpfchen
treffen sich
im raum

stÀbchen ein computer
bildschirm – zĂ€pfchens
sonnenuntergang

Genre: Rezensionen

soonenuntergang, reeloaded:

sonne setzen rosé

eine drehung der
vergangenheit
Color in certain places nahm
die zukunft aus making the outlines
and herrschend

structural planes
unbeeindruckt seem more
energetic

versenkte den hoch

fahrenden titel
Antoni GaudĂ­
ging

hinaus und leehrte
poesie trennte
auf ging
heiraten
und

quirlte ihm rumpel

pumpel staub planeten
rollen ehemals ĂŒber.

Genre: Wortmysterien

Entfernungen

Wieder der
Sterbemonat November.
Heute beschreibe ich mein Leben ohne dich,
Ungereimtes in zwölf Zeilen.

Immer die Flucht
hinter die VorhÀnge der Zeit.
Und dieser Ozean verkannter SĂ€tze
zwischen uns.

Ohne Anlass
fÀllst du mir ein, wie einem Bettelarmen
der teure, der unentbehrliche
verlorene Groschen.

Genre: RealitÀtsschatten

ankĂŒndigung einer reise (ansichtskarte)

du lebst nicht mehr
in dieser stadt
neigen dichter zu abschiedsgedichten
hast du wort gehalten
und bist gegangen
zurĂŒck bleiben ablagerungen von feinstaub
aufgewirbelt und verweht
vom fahrtwind vorbeiziehender autos
alles sehr theatralisch
ein gebinde aus silben
stelle ich ins fenster
acht silberlinge zahlst du
dem zwerg fĂŒr jeden zauberspruch

Genre: RealitÀtsschatten

TischgesprÀche IV

Mancher wÀre gerne seinen Tisch los doch ihm fehlen vier Beine.

Er saß lange auf die Platte. Dachte. Buchenholz, exotischer. Das fast zehnjĂ€hrige Protokoll eines Scheiterns auf der Suche nach dem Feuer war der gefeaturete Affront, der zusammenformte. Danach haengt im alten Klischee der Zopf wie ein Zaunpfahl den Turm herunter. In der Vorhalle vom Finanzamt starb er schließlich den kleinen Tod. In Herbstlaub, Kind und Gartenlaube. Genug Holz gemacht. SpĂ€ne fallen. Das Ende nach dem Ende nur eine neue such*

 

 

Genre: Rezensionen, Trauersymmetrie

Swanns weibliche Welt

In Combray eine Treppe & die erste

x  Stufe – verbrannte Erde.

Nicht Hinterhof, nicht Kreuzberg %

xx  wo Milch & Honig fließen.

Ich bin Baal oder ein

xy  schwarzes Loch.

Schwarzer Körper? Meine Ausstrahlung

yy  lÀsst sich nur gequantelt begreifen.

Was heißt: weder Quantenchaos noch

xxy  Chromosomengeometrie

The * has gone but he’s not forgott’n
xyy  forgott’n forgott’n forgott’n

WorĂŒber hinaus GrĂ¶ĂŸeres nicht mehr
ganz ist

Das Ganze Eine Un teil trennbar
e  schlinge ich  xxx  in mich durch

* _ _

Genre: GemĂŒtstiefe, Rezensionen

So hĂ€tte es sein können: Ein erfĂŒlltes Liebesleben

Bis mein Liebesleben sie hinwegfegte. Die Wand des Hauses war weit entfernt, aber ich erkannte die Gestalt, die mir mit einem Arm zuzuwinken schien. Dann verschwand der Arm wieder. Die Fassade zeigte ihre Arabesken und ich ließ mich willig auf das Spiel ein. Ein Mann stand dort. Was tat er an diesem Abend auf dem weiten Platz? Wußte er, daß ich oft hierherkam, war er hier um mich zu treffen? Ich ging schwungvoller und streckte die Arme ĂŒber dem Kopf. Ich fĂŒhlte mich schlank und groß. Wie leicht ging ich in den schwarzen langen Stiefeln, sie klangen, aber nicht hart, ich ging sicher und leicht. Der weite Platz war zu einem Karussell geworden und die HĂ€user waren Kunstwerke. Die Gestalt rĂŒckte nĂ€her, sie war es, dunkelhaarig, bleich und schlankwĂŒchsig. Ich taumelte darauf zu und kĂŒsste die kĂŒhle Wand.

Ich traf Melisand in der Cafeteria. Sie trug eine dunkle Brille, wahrscheinlich um ihre Augen zu schonen. Die Sonne schien mĂ€ĂŸig an dem Tag. Ich erkannte Melisand nicht gleich, doch dann umarmte sie mich. Ich nahm ihre Hand. „Was hast du da in deiner Tasche?“ Melisand lĂ€chelte geheimnisvoll. „Zeig’ ich dir spĂ€ter. Ich habe einen Hunger nach dem Vormittag. Tierisch. Ich könnte mit dir zwei Wildschweine verspeisen.“ Melisands schlanke Beine steuerten auf einen kleinen Tisch am Fenster zu. Wir setzten uns. Melisand bestellte Erdbeerkuchen, ich holte mir einen Salat vom Buffet. In meiner Tasche hatte ich einen lilienroten Lippenstift. Ich nahm ihn heraus und begann, Melisandes scharfkonturierte Lippen nachzuzeichnen, sie auszumalen, die jetzt von der Sonne ausgeblichen waren. Dann kĂŒsste ich sie (auf den Mund). Sie setzte ihre Brille endlich ab und wir sahen uns lange schweigend in die Augen.  Eine Frau im weißen Kittel nickte uns zu und stellte ein großes StĂŒck Erdbeertorte mit Schlagsahne vor Melisand hin. Melisand aß davon, langsam und bedĂ€chtig, wie sie es immer tat. Sie pulte mit ihrem Löffel eine Erdbeere aus der GelĂ©emasse und schob sie mir in den Mund. Sie lĂ€chelte wieder, öffnete ihre Tasche und zog ein unscheinbares, aber noch fast druckfrisches Taschenbuch heraus. Es waren Gedichte und TheaterstĂŒcke eines französischen oder belgischen Autors, im Original. Das LĂ€cheln stand bestĂ€ndig auf Melisands Gesicht. … “Melisand, gib mir noch eine Erdbeere, bitte.“ Melisand zog die letzte Erdbeere von ihrem Kuchen und wir zerteilten sie zĂ€rtlich von Mund zu Mund. Dann … klappte sie das Buch auf. Und las Gedichte in französisch, die ĂŒberschrieben waren mit Titeln wie Langeweile oder Aquarium,  Erwartung oder Nachmittag.

Wie die Menschen gingen, wenn sie sich in den Straßen, den Gassen, den Alleen bewegten! Sie gingen unsinnig langsam, eigentlich gingen sie gar nicht. Sie betraten ein GeschĂ€ftshaus, ein BĂŒro, die Bahn, die sogleich nahezu lautlos von der Stelle glitt. Sie sprachen untereinander in ihren Konventionen. Doch ich hatte Melisand nur noch einen flĂŒchtigen Kuss geben können, bevor sie hinter den sich schließenden TĂŒren der Bahn verschwand. Einen Moment stand ich gedankenlos an der Haltestelle, fand dann die Straße, in der ich wohnte. Ich war schon an der HaustĂŒr angelangt, als mir einfiel, daß Melisand mir die Adresse von dem Krankenhaus gegeben hatte, in dem Vivian lag. Ich zog die Notiz aus meiner Jackentasche und starrte eine Weile blind darauf. Dann warf ich sie weg. Wie Melisand mich angesehen hatte, als sie mir das zerknitterte Zettelchen reichte. Ich schrieb Seite um Seite an meiner Arbeit und fĂŒhlte Boden unter den FĂŒĂŸen, der eine Sandbank war. Im Sommer 1999.

Genre: Erinnerungsbrösel, Wortmysterien

Flucht und Wiederkehr II

Alex marschiert, exerziert, Alex mit Pulle in der Hand, lila-blauem Iro und Nietenjacke gröhlt gaffend tuschelnde Touristen an, ob sie wĂŒssten warum er so sei. Wenn nicht, dann sollten sie die Fresse halten. Alex am Alex. Alex an den Resten der Mauer, Alex, immer alles auf Ex. Alex verrĂ€t warum: Weil die Stadt scheisse ist. Scheisse kalt. Hart. Windig und bösartig. Will er eigentlich weinen, erzĂ€hlt Alex mit verschwommenem Blick, springt er auf und rempelt einen der steifen Herren in AnzĂŒgen an, schreit und spuckt. Alex’ Vater im Loch, seine Mutter auf dem Strich. Nur seine kleine Schwester sei stets bei ihm, ausser wenn sie, wie jetzt gerade, einige hundert Meter weiter schnorre oder neues Bier hole.
Alex ist nicht alt, aber das Leben, das er fĂŒhrt hat seinen Körper der Jugend beraubt.
Im Innern fĂŒhlt er wie ein verletztes, trotziges Kind, das auf der Suche nach verlorenem Urvertrauen brĂŒllt und um sich schlĂ€gt. FrĂŒh morgens sticht die KĂ€lte wie eine stumpfe Nadel, sagt Alex – damit kenne er sich ganz gut aus. Alex will grinsen, wie Jugendliche, die von Streichen berichten, aber ihm ist nicht zum Grinsen zumute und so verharrt sein Gesicht fast so steif wie das der AnzugmĂ€nner.

“Ist das ihr Ernst, Herr RĂŒbenmöller? ‘Alex’, wirklich? Das Thema ist seit fast 30 Jahren durchgelutscht, spĂ€testens nachdem die Hosen sich an der Clockwork-Orange Figur dumm und dĂ€mlich verdient haben! Gibt es ĂŒberhaupt heutzutage noch Punks in Berlin? Denn wenn es nach dem geht, was unsere Mitarbeiter sonst so verzapfen, ist die heutige Jugend weichgespĂŒlt und kommt ganz ohne Subkultur und Protestgehabe aus. Schreiben Sie doch lieber ĂŒber die Stipendiats-Vorbereitungen der angehenden FĂŒhrungseliten, sie wissen schon – eben das, was die Kern-Leserschaft unseres Blattes dazu animiert ihren Kindern und Enkeln ein wenig mehr Feuer unter dem Hintern zu machen – und ihr Abo ein weiteres Jahr zu halten!”

“Aber Herr Töfte-SĂŒĂŸ, sagten sie nicht gerade gestern zu mir, ‘gehen sie hinaus, finden sie etwas, was unsere Leser bewegt’?” RĂŒbenmöller hat das GefĂŒhl, als wĂŒrde sein Magen unaufhaltsam in die Tiefe sacken.

“Ja, sind sie denn blöd?!! Ich meinte was ĂŒber eine niedliche Katze, die auf einem Baum festsitzt, ein kleines MĂ€dchen, das einen großen Hund umarmt, eine Hintergrundstory darĂŒber, wie die Familie der neulich verunglĂŒckten Frau mit dem Verlust umgeht, sowas halt – nichts ĂŒber dreckige Punks, verdammt noch mal!”

RĂŒbenmöller wischt sich mit einem seltsam steifen Ausdruck die Tropfen aus dem Gesicht, bevor er sich, gebeugt auf Töfte-SĂŒĂŸ’ Schreibtisch, ĂŒbergibt.

Manchmal hat Alex es warm, nachts. An diesen Abenden pulsiert in seinen Adern  Methadon und er ist untergekommen bei einem Freund, der schreibt. Seine Schwester sitzt dann neben ihm und schaut sich alte Donald Duck-Hefte an. Die eigneten sich seiner Erfahrung nach ganz gut zum Lesen ĂŒben, sagt der Freund.

Genre: Erinnerungsbrösel, RealitÀtsschatten, Trauersymmetrie

Flucht und Wiederkehr

Gezeugt aus archetypischem Willen Leben zu preisen, gefangen in einer Zwischenwelt naiver Schaffensfreude, dem unsĂ€glichen Regime eines mehr oder weniger beschrĂ€nkten Reservoirs aus TrĂ€umen, Torheiten und Tabus unterworfen, verharrte das Bewußtsein, das unter Menschen Juliette genannt wurde, vor dem fast leeren Schaufenster Justines ehemaliger Boutique. Nur der, mit einem langen Schmiss versehrte, von abgebröckeltem Putz und Staub bedeckte, merkwĂŒrdig stolze Torso eines Dinges, das frĂŒher einmal eine vollstĂ€ndig funktionstĂŒchtige Schaufensterpuppe gewesen sein musste, war noch hinter der dreckigen Scheibe zu erkennen.

Nackt werden wir geboren und nackt gehen wir von dieser Welt, nichts wird besessen, nichts gehört – und doch wird von dem, was uns kitzelt der unbewußte Ruf aus der Leere in die Leere erhört. Vor diesem unendlichen Schatten auf ewig versteckt  – und so fĂŒr immer gewĂ€rmt, umhĂŒllt, geborgen, ja weich gebettet: Justine.

Der schlafende Torso, Schöpfer seiner selbst, da im Innersten ungebrochen. Die leicht herausquellende FĂŒllung am Riss nur Ausdruck teilhaftiger IndividualitĂ€t. Die Wunde: der Quell. Leid: der Fluss. Rostbraun wird die Sonne das benetzte Glas brennen.

Justines Kleider waren Juliettes Anker gewesen, hatten sie geerdet. Jene Röcke, die scheinbar den Boden nie aus den Augen verloren, deren kĂ€fighafter Unterbau ihr zumindest die Illusion verlieh, ĂŒber ein, wenn auch kleines, eigenes Territorium – nein  Königreich! – zu verfĂŒgen, das, einem  strengen Protokoll unterliegend, zwar tĂ€glich StaatsgĂ€ste unter Beachtung aller möglichen diplomatischen Gepflogenheiten zu empfangen und versorgen hatte – das aber de facto doch unabhĂ€ngig war und bei Bedarf entschieden “na, na!” zischen und die Delinquenten mittels eines unmissverstĂ€ndlichen Klappses unmittelbar ausweisen konnte, zumindest bis deren versoffene Armee gewaltsam einrĂŒckte.

Oh! Ursprung der Welt, welch Diamant! Geschliffen von Alexander, erneuerte Phryne,  die HetĂ€re, Thebens WĂ€lle, dem Willen der Altvorderen  entgegen, sehr wohl  — sie richtete, mit einer Mischung aus zynischer Verachtung und ĂŒberlegenem Stolz um sich blickend, ruckartig ihren imaginĂ€ren Rock aus lustvollen, irdischen Versprechen und ĂŒberließ, wie ein Kind zu den Göttern singend, die verblĂŒfft kleinmĂŒtigen und zugleich unsicher erregten, vertrockneten Herrschaften einem unfreien, verhĂ€rmten Schicksal.

Erst der weit entfernte Schrei eines Hahnes, das matte Licht einer die Himmel mit Vergessen tĂŒnchenden MorgendĂ€mmerung und ihr zugleich einsetzendes, rasendes Zittern rissen  Juliette aus ihrer Trance. Bald wĂŒrden bucklige Menschen vorbeischleichen, sich verschĂ€mt bekreuzigen, nur um  kurze Zeit spĂ€ter doch mit Decken heranzustĂŒrmen, sie sodann unter lautem Wehklagen an den Ofen ziehen, ihre Wunden mit leicht ĂŒbertriebenem Fleiß versorgen, bevor sie spĂ€ter untereinander das Hohelied der eigenen MildtĂ€tigkeit gegenĂŒber jenem verstörten, jungen Ding, das gar Unaussprechliches erduldet haben musste anstimmten.

Genre: Erinnerungsbrösel, RealitÀtsschatten, Trauersymmetrie

Aufbruch der Knospen

Ein Tag, so kahl
wie BĂ€ume im Winter. Nichts, und doch,
der Sommer kommt, sobald sich
die Erde aus dem Schlaf windet, die Erde,
der blaue Stern.

Wir reden nicht von GefĂŒhlen,
sie ĂŒberdauern die Regen nicht, die aus
Melancholien stammen, die wir
uns nicht erklÀren können,
ob wir auch wollen.

Wer spricht von den
ApfelbĂ€umen, die blĂŒhen werden,
wenn schon die Tage voll Licht schwinden
und die ZĂŒge immer noch
pĂŒnktlich fahren?

Wach bleibt das Erinnern.
Was große Worte? Wir haben sie
hinter uns. Sieh die schwangere Pappel
am Straßenrand, sieh den Aufbruch
der Knospen.

Genre: RealitÀtsschatten