Archiv der Kategorie ‘Rezensionen‘

Figurenlexikon-Killer

Donnerstag, den 8. November 2018

“… der Tratsch – kein Kenntnisgewinn – heute Nobelpreis, morgen kein Stuhlgang, übermorgen Nazis an der Macht – und dann wieder Schreibblockade. … Ein ekelhaftes Machwerk darüber, wie geil der Krieg und der Kaiser sind. …  Parfümierte, wortreiche, handlungsarme Ideenromane, die deshalb von den Leuten geliebt werden, weil er genau so ein Heuchler war wie […]

Uporigination (Flucht und Wiederkehr XXVI)

Donnerstag, den 27. September 2018

In der Traumzeit suchte, der Morgen graute fern vom Stamm am großen Fels, der Geist des ersten halbnackten Wesens, euch Jungen gleich, malend nach den Ahnen. Warum, fragte er, seid ihr nicht mehr als bloße Erinnerung, strahlt durch euer Vergehen meine eigene Endlichkeit an und lehrt mich euer Scheitern Demut oder ermahnt es mich, eure […]

nichts – außer

Samstag, den 22. September 2018

buestenhalter innen Schaumstoff, trage ich nicht, nichts – außer haut & ´Knochen dehnbaren Muszkeln brauche ich Um jugendstil zu sein.

footing

Mittwoch, den 19. September 2018

dein leben hat keine 2-fache sicherheit gegen grundbruch nicht einmal teil sicherheiten für eine vorübergehende oder dauernde situation mach dir nichts vor baby du kannst das versagen berechnen für das fundament eines hauses aber nicht für dein leben

retain

Mittwoch, den 19. September 2018

voll eingespannt und rückverankert dein leben ausgesucht das richtige profil mit holz ausfachung hand aufs herz baby welche nachweise willst du noch führen für deine existenz

Dr. Zsäsegs Mind Machine (Flucht und Wiederkehr XXV)

Mittwoch, den 5. September 2018

Versuchen Sie einen Text zu imaginieren, in der eine Protagonistin handelt, ohne auf einen Mann angewiesen zu sein. Eine Geschichte, die von vorne bis hinten auf jeglichen Anflug reaktionärer Zynik verzichtet, in der keine von Herkunft, Aussehen und Bildung ausgehenden Vorurteile kolportiert werden, keine Reduktion auf Geschlecht, Weltanschauung oder Geschmack vorgenommen wird – eine Geschichte […]

über kommen

Mittwoch, den 5. September 2018

für Arthur Rimbaud wenn die arbeiter (die angestellten) die fabrikhallen (die büros) verlassen geht wieder /unbemerkt ein sonniger tag zu ende lassen sich die männer und frauen nicht an den ufern der seine [se:n] nieder sondern fallen in ihre fernsehsessel (in die balkonstühle) soziale netzwerke säuseln smart aus den phones arbeiterlieder (angestelltenlieder) über die liebe […]

A Matter of no Importance

Mittwoch, den 11. Juli 2018

2. Sollten wir es nicht, gleich unseren britischen Freunden, dabei belassen und sagen „A matter of no importance?“ Ist der Erhalt der menschlichen Rasse denn derart bedeutsam? Sollten wir nicht endlich damit aufhören, uns so wichtig zu nehmen und stattdessen nicht besser das Leben an sich als Kunstwerk kultivieren? Sicher wäre es falsch zu sagen, […]

Was soll ich sagen…?

Dienstag, den 26. Juni 2018

Die gängisten Wege sind ermüdend und langweilig. Wer zum Geburtstag gratuliert, sagt “Alles Gute zum Geburtstag” und “ Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag”. Der Sinn einer Geburtstagsnachricht ist es, dem Geburtstagskind Glück und einen wundervollen Tag zu wünschen. Überlege dir, wie du das auf einzigartige Weise auch anders sagen könntest. Wenn dir nichts einfällt, versuche Folgendes: […]

vivisektionen

Donnerstag, den 10. Mai 2018

No Quarter (Flucht und Wiederkehr XXIII)

Mittwoch, den 9. Mai 2018

“Entschuldigen ‘Se bitte die Störung!” Eine eingeübt akzentuierte Stimme mit berliner Zungenschlag durchbricht die vorsommergetränkte, spätnachmittagliche Dösigkeit eines halbleeren S-Bahn-Wagons zwischen Hackescher Markt und Alexanderplatz. Jüngere Touristen-Kleingruppen, mittelständische Arbeitnehmer/Innen und zwei 55-65-jährige Golfclubmitgliedsehepaare räkeln sich im warmen Licht. Der Fernsehturm glänzt nah. “Bei meiner Hündin Cora wurde ein Tumor an der Lendenwirbelsäule festgestellt und ick […]

Reif für den Seniorenpass

Dienstag, den 8. Mai 2018

Freitag, den 27. April 2018

Solidaritätskippa oder die Reise zum toten Mehr (Flucht und Wiederkehr XXII)

Mittwoch, den 25. April 2018

Dieses eine, seltene Gefühl, das einen beispielsweise überkommt, wenn im Frühling der Himmel grau, windig und regnerisch, aber die Blätter der Straßenbäume jung und grün sind, wenn beschmierte Klinker-Häuserwände sich mit kleinen, bunten Altbauladengeschäften abwechseln – die eine Hälfte des Gesichtes traurig sein und die andere lächeln will. Kurz vor Beginn der ersten Intifada steht […]

The Egoism of Genius (I)

Samstag, den 14. April 2018

Trägheit Völlerei Eitelkeit Hodenkunst (… bei wem-auch-immer es staubig ist …) ? Personen trinken Kaffee für 1 € pro Tag. Payable Psychiatrie. Neid. Testaments-Vollstrecker. (Knorpelfische sollten dichten) oweh Aquarium Marienheim.