Archiv der Kategorie ‘Erinnerungsbrösel‘

P. Ostkost (Flucht und Widerkehr XIII)

Samstag, den 24. Juni 2017

Wenn ein sehr fröhlicher Mensch einmal nur lacht zier’n sein Gesicht Schatten der Nacht. Und wenn Frieden im Blick eines Freundes dir sagt da ist nichts mehr, worüber er klagt, dann ist  Leben uns nah und so fern, ist Liebe hegen die Gabe des Herrn, und ein altes Lied klingt dabei sacht wie ein Traum, […]

Rettung einer Welt

Donnerstag, den 15. Juni 2017

Nachts, der Sommer sucht seine andere Hälfte, beginnen sie zu arbeiten. In unscheinbarer Umgebung, die übergroßen Brocken porösen Materials auf den Schultern, bahnen sie einen Weg. Sie mögen ein Ziel verfolgen, sie folgen nur ihrer Natur. Arbeiter sind sie in einem Staat, der nicht der Staat der Menschen ist. Ihre Natur besteht darin, Arbeiter zu […]

Endlich wieder Erbauliches

Dienstag, den 6. Juni 2017

„Du solltest das tragen, was du immer getragen hast, das, worin ich dich, worin wir alle dich kennen gelernt haben. Jetzt ist nicht die Zeit für dich, zu zeigen, dass du auf eine einfache, proletarische Art krank sein kannst.“ Vyvyan hatte die im Schreibpult seiner Tante gefundenen Schriftstücke in Bilder verwandelt, die viel Ähnlichkeit, viel […]

Der Einsiedler

Dienstag, den 16. Mai 2017

lebt seit vier Monaten in der Felsenklause am Palfen. Morgens und abends singen die Vögel ihr Ständchen, auch das Mäuschen schaut öfter vorbei und manchmal, wenn die Wanderer gegangen sind, findet sich ein Gedicht. So schweigt er mit der Schere Gladiolen, legt sie dem brummenden Tal auf den Tisch, gibt Wasser in die Vase, am […]

borkum II

Sonntag, den 2. April 2017

traum und nachtgleiche ein schiff aus sand und unterm kiel die möwen schreien übers watt nebelbänke halten an die zeit denkt man doch es ist das leben das verweilt

borkum I

Sonntag, den 2. April 2017

vogelrauschen meeresschreien weht deine stimme in wellenbewegungen über dünen den brandungssaum ziehen graugänse in ein grauland weiter der tag ist elektrisch magnetisch die nacht plötzlich grün plötzlich blau und gelb steh auf geh weiter richten sich mandelweiden auf zu einer buhnung stemmt sich sprache gegen den sturm ebbt ab flutet auf meeresschreien vogelrauschen

Aspergillus fumigatus

Freitag, den 17. März 2017

Am Rand wies ein dunkelgelbes Licht an das Deckengewölbe, unten, neben einer schlanken Säule, der winzige Schatten, ein Stück jadegrüne Kreide. Später lag schwarzer Gießkannen- schimmel rauchgrün auf dem (früher glänzenden) Linoleum (fast wie eine unbezahlte Rechnung). Niemand fühlte sich zu- ständig, ihn zu entfernen. Ihn, den Dandy der Schimmelpilze, wachsend in samtigen, tief gefalteten […]

Einem Grashalm

Dienstag, den 14. März 2017

gerecht zu werden ist keine Sache, so scheint’s. Doch wer vermag Wasser- und Fluten- den Schwaden, Draht- und Rasenschmiele, Weiche und Wehrlose Trespe, Weißes Straußgras von Gemeinem oder Kamm- und Borstgras zu unterscheiden? Reit- und Riedgras, Fuchswedel und Bärenfellgras, Wiesenschwingel und Wiesenschweidel? Vom Honiggras Wolliges und Weiches von Simsen oder Binsen? Sieht den Bau des […]

bogaz

Sonntag, den 26. Februar 2017

wir standen am ufer des bosporus und blickten hinüber in das gespiegelte land dort aßen sie honig und tranken galle leoparden säumten das ufer autos hupten und Sirin winkte einem albatros nach der schatten seines flügels streifte ihr gesicht das wasser sang und in den wellen verhallten schüsse aus einem fernen gebirge

“Wann endlich wird die Arbeiterbewegung die Lehren aus ihrer Geschichte ziehen?”

Freitag, den 24. Februar 2017

Mein Combray heißt Chemnitz, Karl-Marx-Stadt, Bob-Dylan-Stadt, Stadt der künstlerischen Moderne, Stadt der ästhetischen Avantgarde. Mein C-Dur war der Uki-Goshi. Karl Chemnitz 1992. Meine Großeltern wohnten in der Parkstraße.

Inmitten

Donnerstag, den 23. Februar 2017

des Gedankens ‘Aufstehen oder Liegenbleiben” ein kleiner Blitz, der die schwarze Wand zerspaltet – interessanterweise – – indem der Körper bereits in Bewegung geraten ist und zwischen zwei Küssen mühsam auf die eigenen zwei Beine zu stehen kommt – – – und kommt es ihn “teuer” zu stehen? 1. Titel: Gelächter im Dunkel 2. Erster […]

Plong!

Sonntag, den 12. Februar 2017

Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! ______________________________________________________ Allan 1955 Sie unterhielten sich, sie kopulierten. Sein Gang war ihr eine Erinnerung an bessere Zeiten, ihre Brüste ihm ein Sahnebaiser. Sie traten gemeinsam auf an der Place de la Concorde. Sie feilschten und sie schlugen sich. Sie ondulierten, […]

_________________Auster_____________________

Samstag, den 4. Februar 2017

ität::::::::::::::::::::gekocht:::::::::::::::::::::ungesalzen Osten:::::::::::::::::::Austen::::::::::::::::::::::Jane litz::::::::::::::::::::Auer::::::::::::::::::::::::Hahn Westen::::::::::::::::::Besten::::::::::::::::::::::::::X n:::::::::::::::::::::::ohne::::::::::::::::::::::::alles im::::::::::::::::::::::Sala::::::::::::::::::::::::::t

T-Ext-libre

Freitag, den 3. Februar 2017

treingidni dnu telosbo D er T ext täus cht Ti efe vor, w o er im Sei cht en pl ätsch ert.

“… ist keine Kunst, sondern Dummheit.”

Freitag, den 3. Februar 2017

hi er dum- me Kom me nta re ein- ste llen ist keine Kun st, so n dern Dum mheit.