Archiv der Kategorie ‘Trauersymmetrie‘

Tango Blues, Neujahr 2018

Dienstag, den 2. Januar 2018

In der Mühle drehen sich die Körper An einer Tasse halten sich einsame Herzen fest Dichter Nebel umhüllt die alternden Köpfe Tragen schlurfend zur Schau ihre Lust Vertief den Augenblick : hauch den Atem Mit halbgeöffnetem Mund ins Ohr Des Fremden an deiner Brust : spürst du sie Auch : die bunten Raketen im Bauch […]

Denken ohne Gewalt

Donnerstag, den 28. Dezember 2017

Chap. IV Eduards Putenwelt Zum Dekadenten muss man talentiert sein, man muss seidene Nerven besitzen, die beim geringsten Luftzug ein verwirrendes Stimmungs-Tremolo tanzen. Endlich in den Handgriffen und Kunstpfiffen der Selbstpeinigung Routine haben. Kommt zu dem allen noch eine rationelle oder auch unrationelle Dosis von eleganter Pose, ein Kursus in der Akademie für höhere Schminkkunst […]

Sonntag, den 24. Dezember 2017

einbrechen, Sprengstoff, wenigstens Polen-Böller sein der Glaube stiert aus allen Lagen stets, die hemmungslose Vermessenheit boxen gegen Schatten scheiden, sich bescheiden es gibt aber Fruchtkerne, die unbeschadet – hausen bis in die Haarspitzen, wo die Träume sich ablagern – überstehen, zu gedeihen sich anschicken eine befreundete Revolution wird geknospt haben das Blicken allerorten wird anders […]

lyrisches beizeiten

Freitag, den 22. Dezember 2017

unten ist die erde offen verschlingt gedichte und menschen geht in den himmel über wir wussten es lange nicht bis der zebravogel es verriet mit seinem schlagenden gesang der wie der hammer des sargtischlers schlägt dreimal kurz dreimal lang beim vierten mal fängt das holz an zu beten das offene in der erde das nicht […]

Motten

Donnerstag, den 14. Dezember 2017

Manches, was wir sagten, war wie heiße Luft. Ich wählte meine Kleider diesmal noch sorgfältiger aus. Als ich den Kleiderschrank öffnete, fiel mir der Wintermantel entgegen. Er war voller Löcher, eine frisch geschlüpfte Motte kroch aus dem Pelzkra- gen. Angeekelt ließ ich den Mantel auf das Parkett fallen. Ich schob die übrigen Kleider auf der […]

orla

Sonntag, den 3. Dezember 2017

an einen oktobertag erinnere ich mich noch es war kalt die pfützen gefroren saßen wir in der dämmerung auf dem uniparkplatz im auto und steckten uns die ringe an blätter schwebten über den harten erdboden (wie liebten wir den sommer den süden) an zwei novembertage erinnere ich mich es war warm die sonne schien durch […]

tang

Sonntag, den 3. Dezember 2017

dann schicke ich dir das meer vorbei damit du es auch siehst es fühlt sich an wie watte oder ein schmerz den ich aus der zeit reche deine blicke fahren die furchen einer muschelschale entlang grün leuchten die fische aus der tiefe

phyllit

Mittwoch, den 29. November 2017

das buch leuchtet und manchmal wachsen ihm flügel oder augen das tal leuchtet der fluss in dem tal fließt schnell das gras wiegt sich im wind dein haar die marder flüstern sich verstecke zu in den augen verschwinden geheimnisse du blätterst seitentäler auf und manchmal ziehen berge vorbei

von den abschieden weiß ich

Montag, den 27. November 2017

und vom schmerz in den blicken bunte farbtupfer die aus dem leben verblassen und solche die dich demütig beugen hüter der vergangenheit verpackt in seidenpapier und dann noch DEINER

Guinea-Bissau (Djiu di Galinha)

Samstag, den 25. November 2017

für Super Mama Djombo, Dulce und Sylvain es gibt keine anderen als politische gedichte keine anderen als vom kampf für das lesen die bildung und die liebe des kindes zu seinem huhn erleuchtete den ganzen himmel und das gesicht der mutter mit stille bescheidenheit rührung und als der tag sich in der nacht versteckte war […]

Zwischenreich

Donnerstag, den 23. November 2017

Lichter kreuzen überm Gerümpel, das sind Lebensäußerungen der Sehnen, Muskeln wenn die Schuhe klacken, dem Rauschen der Stille lauschen wir aber sind im Zwischenreich, darin Müll wüst ich steige über Armgebinde, Beinverwüstungen & suche der Lebern Aussprache immer Bögen, nie die gebotene Härte

Ananas

Donnerstag, den 23. November 2017

Eduard, der nicht zu gleiten schien aus seinem Gerede, mit Ironie gespickt, gespickt, wie eine Ananas mit alkoholisiertem Obst.

#Me2 (Flucht und Wiederkehr XIX)

Freitag, den 17. November 2017

I have been failing all of you, no ambiguity of what about and who. Boo! Me too. ‘Cause I was stoked I poked, to quickly stick the dick, to calm the palm too tall, I fapped and grabbed you all – eh, uh, me too! Yes, everlasting shame: it’s finally fair game and in the […]

Das Smartphone ist dein Jugendwerkhof

Donnerstag, den 16. November 2017

(Allen dumpfen und weltfremden Träumern, die Fragen um ihrer selbst willen stellen, zum Trotz: Bei Mc Geiz liegen mögliche Antworten. Gesche Blume am 4. November 2017 um 18:34 Uhr) Ich sah F. im Wald. Er hatte seinen Dederonbeutel dabei. Ich dachte, er sucht nach Pilzen. War voll, der Beutel. Hatte schon viele gefunden. Maronen, Steinpilze, […]

Donnerstag, den 16. November 2017

Das Schwesterbruderzebra sagte zum Schwachtelwuchtelbüffel: “Plong!” Der Quantenfeldacker bebte, und alles wurde rot. Der Schwachtelwuchtelbüffel war weg, ein Schwuchwachlöffel lag neben einer Kaffeetasse. In einer Pfütze Sahne tanzten die Neuronen. Dann wird es diffizil. Subtil. Gentil. Propellerventil mit Gentilhomme an der Leine. Madame. Hätte es doch lieber “Pling!” gemacht.