Geschrieben von Bernd Heimberger, am 11. August 2010 um 15:55
Ein gutes Buch ist so selten wie ein guter Banker, ein guter Lehrer, ein guter Arzt, ein guter Journalist. Eines der besseren Bücher der guten Bücher ist „Ruf mich bei deinem Namen“ des Amerikaners André Aciman, der in Alexandria geboren wurde. Der Roman beginnt: „´Später!´. Das Wort, die Stimme, die Attitüde. Ich hatte noch nie […]
Geschrieben von Bernd Heimberger, am 3. August 2010 um 11:15
Hat sich wohl allmählich so entwickelt! Das, was „erotischer“ Roman genannt wird, ist eine Domäne der Damen geworden. Eine Wahrnehmung, die nicht erst aufkommt, wenn einem die Anthologie „Heiße Begierde“ zwischen die Finger gerät. Elf Frauen und drei Männer wurden von einer Herausgeberin namens Marie van Helden eingeladen, etwas zum Mehr-Personen-Sex zum besten zu geben. […]
Geschrieben von Bernd Heimberger, am 29. Juli 2010 um 19:22
Das Buch der Bücher des Leipziger Schriftstellers Thomas Böhme heißt „Schnakenhascher“. Der bislang umfänglichste Roman des Autors ist eines der drei Bücher („Heikles Handwerk“, „Martha“), die in diesen Monaten erschienen.
„Schnakenhascher“ ist die Zusammenfassung und in der Zusammenfassung die ausführlichste Erweiterung vieler erzählerischer Arbeiten, die der Verfasser seit zwei Jahrzehnten schreibt und den die Literaturkritik, wenn […]
Geschrieben von Bernd Heimberger, am 18. Juli 2010 um 20:57
Was hat sich Franz Kafka dabei gedacht? Hat er sich was gedacht, als er hämisch-abweisend von der „Kuh vom Kurfürstendamm“ sprach? Die Zurückgewiesene war die Dichterin Else Lasker-Schüler. Nicht nur Kafka wich der Frau gern aus.
Was hat sich Kerstin Decker dabei gedacht, die abfällige Bemerkung Kafkas in ihrem Buch „Mein Herz – Niemanden“ zu zitieren? […]
Geschrieben von fryxell, am 21. Juni 2010 um 20:40
sommer is nich, wende war schon, hohe zeit der spiele, ein tor ein tor und noch ein tor, das sind schon ziemlich viele, der nachbar schlägt die latte platt, die platte matt am bunten zaun steht ungeschminkt ein andrer clown und kotzt in die rabatte, so wird der längste tag verkürzt, sechs achtel - drei […]
Geschrieben von von padua, am 13. April 2010 um 16:56
Meine Herren! Ich möchte zu fryxells Ausschweifungen, die hier völlig unangemessen sind einen Ausschnitt aus Moravias ” Der Konformist” wiedergeben .
“Angenommen ich habe mich geirrt. In diesem Fall war mein erster und größter Irrtum der, daß ich - um aus der Abnormität herauszukommen und in die Gemeinschaft meiner Mitmenschen aufgenommen zu werden - unglücklicherweise eine […]
Geschrieben von fryxell, am 12. April 2010 um 21:14
He, was ist hier los, wieso erscheinen die Kommentare nicht, die man zu Roy Kral abgibt ? Genießt der Königliche irgendeine besondere Immunität oder versagt die Technik ?
Geschrieben von Nurio Quevadis, am 29. Dezember 2009 um 22:30
An der leipziger skala läuft ein stück, das die grenzen herkömmlichen bühnentheaters sprengt und dennoch theaterspiel mit vorgegebenen rollen bleibt, sich nicht in improvisation auflöst. Die rede ist von “im pelz”, einer bearbeitung, die katharina schmitt an der “venus im pelz” von leopold sacher-masoch vorgenommen hat. Dem programmzettel zufolge hat sacher-masoch vier jahre in leipzig […]
Geschrieben von J. W. Rosch, am 4. März 2009 um 09:03
Die Kinder schlafen noch. Am Abend war
der Kosmos voller Gangster: Mafiosi
im Freund-Feind-Land, sympathische
Dilettanten Kraft eigener Wassersuppe.
Die Kinder schlafen noch. Am Abend
bog sich die Zeit hinter der
Mattscheibe zu einer ewigen Ästhetik
lachender Gehirne zusammen.
Die Kinder schlafen noch. Am
Abend quillt wieder Alltag
aus den Suppenschüsseln dieser Welt,
werden Maßstäbe gesetzt für die Zukunft.
Die Kinder schlafen noch: der Rhythmus
ihrer Träume ist […]
Geschrieben von Logik des Traums, am 13. Februar 2009 um 17:15
F. hatte sich genau daran gehalten. Mutter: 3 Torten, Vater: 2 Bier, Bruder: 1ne Tute.
Und dennoch: Bei Hawege geriet er auf Abwege.