Archiv der Kategorie ‘Wortmysterien‘

P. Ostkost (Flucht und Widerkehr XIII)

Samstag, den 24. Juni 2017

Wenn ein sehr fröhlicher Mensch einmal nur lacht zier’n sein Gesicht Schatten der Nacht. Und wenn Frieden im Blick eines Freundes dir sagt da ist nichts mehr, worüber er klagt, dann ist  Leben uns nah und so fern, ist Liebe hegen die Gabe des Herrn, und ein altes Lied klingt dabei sacht wie ein Traum, […]

Zwischen dem Erzählten

Donnerstag, den 1. Juni 2017

Erziehung ist immer und zu allen Zeiten etwas Rätselhaftes. Obwohl sie jeder kennt, jeder sie in dem leibhaftig Erlebten als eine Art Bodensatz wahrzunehmen in der Lage sein dürfte, in der Erinnerung wahrzunehmen in der Lage ist, ja in der Lage ist, die Erinnerung auf das hin zu befragen, was an ihr auf die frühesten […]

wir nähern uns norden

Sonntag, den 21. Mai 2017

für Rebecca Zinke dein gesicht zwischen zwei monden zerfließt schnee waren einmal licht die konturen deiner augen waren einmal nacht ein anderes mal trafen wir uns auf altem kristallin langsam fangen die falten an meine geschichte zu erzählen granatglimmerschiefer faltengebirge aus knotenschiefern baute ich das dach eines hauses im mittagslicht schimmert cordierit cordieritblau beugt sich […]

Ein ausgelatschter Stiefel

Samstag, den 6. Mai 2017

der Frühling ist vorüber. (Scheinbar) Ist was, ist was, was ist passiert? Offenbar nur Gudruns Latschen. Da ging, da ging, da ging sie im Quadrat. Doch Gudrun hat die Stiefel an. Breit tritt sie damit und in den Weg: Die Raum-Zeit-Lounge hängt als dünne Matrix im Hinter- grund – Gudrun zeigt uns lang noch wo […]

Zwei [12]

Freitag, den 5. Mai 2017

in ihrer Jurte liegend, Mallarmé lesend

Träumen [11]

Mittwoch, den 26. April 2017

in welche Richtung > Proust erzählt über sich und wie er sich von Bergson nicht überzeugen ließ >> Proust erzählt, erzählt nicht über sich und wie man einen Roman schreibt, der der Roman der Romane ist >>> Der Roman der Romane vor zweihundert Jahren existiert : wer russisch versteht, lerne lesen. Nabokov hilf t >>>> […]

Conceptual Feelings

Donnerstag, den 13. April 2017

A.N.Whitehead * * * The ‘primordial nature’ of God is the concrescence of a unity of conceptual feelings, including among their data all eternal objects.

Einem Grashalm

Dienstag, den 14. März 2017

gerecht zu werden ist keine Sache, so scheint’s. Doch wer vermag Wasser- und Fluten- den Schwaden, Draht- und Rasenschmiele, Weiche und Wehrlose Trespe, Weißes Straußgras von Gemeinem oder Kamm- und Borstgras zu unterscheiden? Reit- und Riedgras, Fuchswedel und Bärenfellgras, Wiesenschwingel und Wiesenschweidel? Vom Honiggras Wolliges und Weiches von Simsen oder Binsen? Sieht den Bau des […]

Lichterscheinungen über der Salzwüste

Donnerstag, den 2. März 2017

Pferde und Menschen in den Tiefen der Geschichte, Tiere allein mit ihren Gedanken und ein Gefühl als ob die Dinge ihr Universum einfach abgestreift und es einmal gewendet hätten wie einen alten Mantel. Seine Unterseite war gefüttert, ein Sternenmuster prangt nun über unseren Köpfen und scheint sagen zu wollen: Ihr seid nun außen vor. Was […]

“Wann endlich wird die Arbeiterbewegung die Lehren aus ihrer Geschichte ziehen?”

Freitag, den 24. Februar 2017

Mein Combray heißt Chemnitz, Karl-Marx-Stadt, Bob-Dylan-Stadt, Stadt der künstlerischen Moderne, Stadt der ästhetischen Avantgarde. Mein C-Dur war der Uki-Goshi. Karl Chemnitz 1992. Meine Großeltern wohnten in der Parkstraße.

Inmitten

Donnerstag, den 23. Februar 2017

des Gedankens ‘Aufstehen oder Liegenbleiben” ein kleiner Blitz, der die schwarze Wand zerspaltet – interessanterweise – – indem der Körper bereits in Bewegung geraten ist und zwischen zwei Küssen mühsam auf die eigenen zwei Beine zu stehen kommt – – – und kommt es ihn “teuer” zu stehen? 1. Titel: Gelächter im Dunkel 2. Erster […]

Themen oder Stile? Über einen müßigen Streit innerhalb der sog. >Ästhetik (plusprobleme)

Freitag, den 3. Februar 2017

* * * Schnee (2) Nicht alles Gute ist es auch __________________ Kraba Was ist mathematische Vernunft? Ein Bewusstsein der Regeln des Prädikatenkalküls erster Stufe, verbunden mit der Fähigkeit eine Mannigfaltigkeit in der >>Anschauung unter einen Begriff – d.i. eine allgemeine Regel – zu subsumieren: also – – irgendetwas – – von der – – […]

Das Kind,

Donnerstag, den 2. Februar 2017

der Hypochonder: ich will – nein du sollst – schluchz, später gezielte Beharrung, ein Meteorit auf seiner para bolischen, hyperbolischen ja vielleicht sogar elliptischen Bahn – nein, keine Beschwörung dunkler Materie * Energie gar, die Energien dieses Wesens ein Selbst aus Raum & Zeit _ Jamais QUAND BIEN MÉME LANCÉ DANS DES CIRCONSTANCES ÉTERNELLES ob […]

Samstag, den 28. Januar 2017

WEGGEBEIZT vom Strahlenwind deiner Sprache das bunte Gerede des An- erlebten – das hundert- züngige Mein- gedicht, das Genicht. Aus- gewirbelt, frei der Weg durch den menschen- gestaltigen Schnee, den Büßerschnee, zu den gastlichen Gletscherstuben und -tischen. Tief in der Zeitenschrunde, beim Wabeneis wartet, ein Atemkristall, dein unumstößliches Zeugnis. Paul Celan

Das Dunkel

Samstag, den 10. Dezember 2016

riecht nach Luchs. Ich streife durch die Tiefen meiner Sprache. Zeit bricht mit wuchtigen Fingern Worte. Wir starren Löcher in die Luft und füllen sie mit Stimmen. Auf der Rückseite sind die Tage rau, kaum schwerer als der Regen. Ich halte Stunden gegen das Licht, doch nichts scheint durch. Auf ihrer Haut sammelt sich die […]