Archiv der Kategorie ‘Wortmysterien‘

#Me2 (Flucht und Wiederkehr XIX)

Freitag, den 17. November 2017

I have been failing all of you, no ambiguity of what about and who. Boo! Me too. ‘Cause I was stoked I poked, to quickly stick the dick, to calm the palm too tall, I fapped and grabbed you all – eh, uh, me too! Yes, everlasting shame: it’s finally fair game and in the […]

Kohleanzünder

Freitag, den 10. November 2017

Er holt das Feuerzeug benzin und den Kohle anzünder aus dem Schrank neben der Spül maschine

unendlich zeit verlieren

Montag, den 6. November 2017

den zylinder mit der hand in bewegung setzen zuschauen wie er die sterne einsaugt, ausstößt zuhören als sei das ohr kommandozentrale die tage mit den nächten biegen zur oberfläche kaubewegungen beim sprechen, nichts als kaubewegungen mit jan wagner in verhandlung treten: alles hat seinen preis mit dir, ohne dich leben & sterben – immer wieder […]

Auf der Halde

Dienstag, den 17. Oktober 2017

1. wie wär’s mit Ästhetischer Theorie / wie wär’s mit arbeit ohne freizeit / Herz ohne hose, Haut / Haut euch, mit 2. vater, das waren deine taten. / mutter, das sind deine adern / & junge-junge, ach mädel … keine grenze, nirgendwo 3. Und wie es fließt … Zu Hilfe! Von außen docken sie […]

Lichterscheinungen über der Salzwüste

Montag, den 25. September 2017

Pferde und Menschen in den Tiefen der Geschichte, Tiere allein mit ihren Gedanken und ein Gefühl als ob die Dinge ihr Universum einfach abgestreift und es einmal gewendet hätten wie einen alten Mantel. Seine Unterseite war gefüttert, ein Sternenmuster prangt nun über unseren Köpfen und scheint sagen zu wollen: Ihr seid nun außen vor. Was […]

Über die Schizophrenie des Schreibens (Flucht und Wiederkehr XVI)

Donnerstag, den 21. September 2017

Sie singt, er sucht, sie schleicht, er schreckt, sie schwebt, sie sieht: Er fängt sie auf – sie sinkt. Schreiben kann vieles sein, wie beispielsweise das Bewundern von Schönheit einer noch ungeborenen, nur geahnten Syntax; Formgebung, Schöpfungsakt, Tempelbau aus Silben. Bei anderen, profaneren Anlässen verführt das Schreiben zu einem trügerischen Gefühl der Kurzweile, spielt mit […]

Fürst Jesus, der Idiot. Plädoyer

Mittwoch, den 23. August 2017

Wir alle leben in einer Maschine. Betreiben eine Maschine. Schreiben, klicken. Wir alle sind eine Schreibmaschine. So seit 10 Jahren real. Ob das Literatur sei? Na ja, in der Literatur ist alles erlaubt. Wenn es gut ist. Vom Mord bis zum Ehebruch, Beleidigung, Selbsterhöhung und Fall, selbst Himmelfahrt und Gang durch die Hölle. Auch umgekehrt: […]

Fuga atque reversio (Flucht und Wiederkehr XV)

Samstag, den 19. August 2017

Dessen bedacht, was nur zu ahnen, nicht jedoch zu wissen uns die Jugend gewährt, jagte ich, unerschrocken, ja geblendet wie viele, dem Ruhme nach. Nicht Lukrez, nicht Catull webten, leise Verse flüsternd, ein Sprache hegendes Netz; die Zeit, daselbst sie regend Anteil nimmt an irdischen Belangen, sie träumte mir vor – ich verfing mich darin. […]

Blaue Kleckse, vom Zufall der Rotation irgendwo aufgeprallt

Donnerstag, den 3. August 2017

Kinderzimmer zur Verfügung – cum tempore. Gedenkenfern, Mozart unter Kerzenschein, singt. Aufgestaut hinter meiner Eisschranktür einen leiernden Reim.

“Von daher ist Ästhetische Theorie tatsächlich Gebetsmühlendynamik.” (chlebnikov)

Mittwoch, den 26. Juli 2017

Gebetsmühlendynamik, seltsames Wort, aus Gebet und Mühle und Dynamik, natürlich ist das deutsche Wort “Mühle” bloß eine Übersetzung, hier wird ja gerade nichts gemahlen, keine Körner in Pulver verwandelt, hier ist es ein Mantra, eine heilige Silbe, ein heiliges Wort oder ein heiliger Vers, der außen auf einem Rad, eine Rolle oder Walze geschrieben steht, […]

Auf der Halde (5)

Dienstag, den 25. Juli 2017

Kein Fazit, keine Theorie der Ritualbeobachtung, höchstens ein kleines Gluonengewitter zum Ausklang der Sommermeisterschaft. Im Winter hatten diese Häuser noch Stiefel an, jeder Schaft ein abgehackter Mensch, damit die einhellig erzählte Geschichte auch auf ihr Brennholz kommt, wenigstens das Feuer nicht ausgehen lässt, Licht in der Dunkelheit, trübes Scheinen. Worauf es ankam war die Wärme […]

Aufnahme am 23. Juli 2017 um 19:54

Sonntag, den 23. Juli 2017

Wir wissen nicht was in diesem Gedicht steht es wechselt die Worte wenn es uns sieht inszeniert sich für uns was es wirklich ist wissen wir nicht.

Hörst du das Stumme

Dienstag, den 11. Juli 2017

Durch die Mitte meines Schweigens zieht sich eine weiße Mine. Nur selten spitze ich sie am Verstand. Mit jeder Regung schreibt sie Spuren. Ob du sie liest, wenn unsre Worte nicht mehr halten und lautlos in den Sprachfluss fallen –

Schutt (3)

Dienstag, den 11. Juli 2017

Willi stand im Schutt. Unter einer Peitschenlampe. Die Ratten hatten sich um ihn versammelt. Ihnen hielt er folgende Rede: In früheren Zeiten waren wir grausam zu euch. Haben euch gejagt, erschlagen und mit vergifteten Ködern getötet. Wir hatten unsere Gründe. Ihr trugt den Schwarzen Tod in euch. Ihr habt unsere Vorräte gestohlen. Ihr zahltet keine […]

Schutt

Sonntag, den 9. Juli 2017

Der kreative Schutt, die Gladiolen, das Gras.  (frau kleist, am 6. Juli 2017 um 19:19) Gestern wühlte der Willi im Schutt vor dem Poco. Wühlte darin herum. Dachte, er fände etwas. Eine Kinderwagenradspeiche. Ein Medaillenband. Ein Schalmeienmundstück. Ammoniten. Etwas in der Art. Da hielt er eine alte Photographie in der Hand. Fast verblichen. Irgendetwas konnte […]