Geschrieben von J. W. Rosch, am 28. Juli 2007 um 12:22
WELIMIR CHLEBNIKOW
Tod der Zukunft
I. Mein Freund, wofür? Verwandter, gewandt! Zurück!
– Den Tempel aus Schüssen in meiner Hand,
Fünf Augen,
Fünf dunkle Flecken.
Ganz in Blut zucken Gimpel röter-röter auf dem Hemd.
Ließen flatternd sich nieder im Gebüsch, meiner Brust.
Ich starb und röchle, wie traurig.
Fünf Löcher in meiner Brust.
II. Stirb nur und röchle.
I. Keine Tat eines Anfängers.
Ich lobe dich, Verbrecher.
Hast […]
Geschrieben von Juri Tynjanow, am 28. Juli 2007 um 11:59
Als Chlebnikow starb, bezeichnete ein überaus vorsichtiger Kritiker sein ganzes Werk als “unsinnige Versuche, die Sprache und den Vers zu erneuern”, und erklärte im Namen “nicht nur der literarischen Konservativen” sein “unpoetische Poesie” für nutzlos. Alles hängt natürlich davon ab, was der Kritiker unter dem Wort Literatur verstand. Wenn man unter Literatur die Peripherie der […]
Geschrieben von Patrick Beck, am 25. Juli 2007 um 18:44
Die Maus im Stoppelfeld.
Gerade reif die Birnen.
Dank’ Dir, Hegel.
Geschrieben von Zhenja, am 23. Juli 2007 um 19:51
Dafür tobte in seinem Innern ein Wirbelsturm. Er hätte nicht beschreiben können, an welchem Ort sich die Luftschichten wie wild ineinander schoben, was sie alles mit sich rissen und dem ewigen Kreislauf der Dinge als geschredderte Ursubstanz neu zur Verfügung stellten. Er wußte nicht einmal, ob er es noch war, der dem Toben der Elemente […]
Geschrieben von J. W. Rosch, am 22. Juli 2007 um 23:22
Die Schiffe treiben im Nebel. Baumspitzen zwischen Felsen steigen und sinken.
Die Münder verschlossene Flaschen im Keller - die größte der Sorgen, daß der Wein nicht nach Kork schmecken möge.
Die Bacchanten sielen sich in ozeanischer Gesundheit. Der Prophet schluckt herunter, was ihm nicht bekommen kann. Alles fließt, kein Sand weit und breit.
Geschrieben von Kraba vel Jop, am 19. Juli 2007 um 10:11
Der Wein aus Flaschen.
Worte in der Luft.
Wolken, die am Himmel ziehn.
Geschrieben von Patrick Beck, am 15. Juli 2007 um 21:48
Die tosende Stadt.
Ein Dichter springt hinein.
Oh! Das Geräusch der Worte.
Geschrieben von Viktor, am 15. Juli 2007 um 00:21
Sitzen & Gehen : Fischgeruch
ohne Meer : das gelbe Haar der Frauen
Brummen der Fahrzeuge im Hintergrund : anorganisches
Hüsteln der Platane : vergeßliche
Aggregatzustände des Sommers : eingewickelt
in Salzteig : schwer verdauliches
Lachen gerissener Dichter : am Erdende
wer viel verkauft : hat schon verloren
Geschrieben von Viktor, am 15. Juli 2007 um 00:18
Wo Orpheus singt : ist Sommer
er hat sich gesammelt : nicht gesungen
ich habe nichts gehört : er hat
seine Verkörperungen versammelt : die Geister
blieben unsichtbar : wir haben
geflüstert : gestammelt
hätte er doch : hätte er doch
uns in Tiere verwandelt : dich
& dich & dich & mich : damit
die Legende lebendig bleibt
Geschrieben von Zhenja, am 14. Juli 2007 um 19:01
Egal wie es passiert - es passiert immer wieder. Er streckte seine Hand aus nach dem Gegenstand dort vorn, er versuchte den Arm zu bewegen, seine rechte Schulter schob sich um winzige Unendlichkeiten nach vorn, doch die Hand blieb liegen wo sie war. Er ließ sich in seinem Sessel zurückfallen, sein Rücken versank im gepolsterten […]