Geschrieben von Zhenja, am 31. Mai 2008 um 15:13
Wir trafen uns auf dem Bahnsteig. Du hättest mich nicht erkannt. Als Teil hektischer Menschenströme eilten wir aufeinander zu, und als du unwillkürlich den gesenkten Blick hobst und unsere Augen sich begegneten, nickte ich dir als Teil eines ausladenden Lächelns zu.
Du bliebst stehen. An die kurzen, bedeutungslosen Worte dieser Begegnung vermag ich mich nicht zu […]
Geschrieben von crysantheme, am 27. Mai 2008 um 21:08
I saw you in the streets of London,
don’t know
where exactly it was.
An early afternoon, a sunny day
in the spring of 1985
passing me by, my pageboy, while
I was turning pages:
Saw you
in that long red coat you
were wearing for :THE FACE:
I was riding on the Jubilee Line.
You fell ill
in September —
une fièvre continuelle.
I well knew I was […]
Geschrieben von crysantheme, am 27. Mai 2008 um 12:40
Doctor’s consultation.
No vaginal tampon
No shimmering lucent flacon
(:a mathematical equation won’t describe my liaison:)
No global training of the pelvic base
Bio-feedback devices, powerplay, vibration-therapy
Can release a woman’s neuronal needs.
Is this
Emotional incontinence
Hidden in a hard protective case
Wired cylinder plugs, presented
By nurse Christine, extravagance, electricity,
Cross-linked to stimulate —-
The technique won’t work, sister, thank you.
A mathematical operation without resolution.
At the […]
Geschrieben von ralphstieber, am 26. Mai 2008 um 18:31
Ich fange nie an zu schreiben, bevor ich nicht eine Kanne Kaffee getrunken habe. Wenn ich genug Kaffee getrunken habe, tanzen meine Worte auf dem Bildschirm und die Bilder kommen mir zugeflogen. Ich setze mich an den Küchentisch und fahre meinen Laptop hoch. Das Schnurren und Klicken, das mein Laptop veranstaltet, mischt sich mit meinem […]
Geschrieben von ralphstieber, am 25. Mai 2008 um 16:00
Ich setzte mich an die Schreibmaschine. Jetzt würde ich einen Satz schreiben, einen einzigen, perfekten Satz. Wenn ich einen guten Satz schreiben konnte, würden mir auch zwei gelingen, und wenn ich zwei schreiben konnte, waren auch drei möglich, und wenn ich erstmal soweit war, gab es überhaupt keine Grenzen mehr.
- John Fante
Bandini. Arturo Bandini – […]
Geschrieben von Zhenja, am 20. Mai 2008 um 21:23
Ich hatte dich seit drei Wochen nicht mehr gesehen. Die Frage, ob das vektorielle Zucken der Sonne am Himmel Ausdruck einer kosmischen Körperstruktur ist oder aber so erruptiv vonstatten geht wie die Geburt eines Weltuntergangs, hatte mich nicht wieder losgelassen. In der Erinnerung an deine Stimme kamen meine Gedanken immer neu auf die sonderbare Gestalt […]
Geschrieben von crysantheme, am 19. Mai 2008 um 01:01
Es waren Nervenerschütterungen, die Frau von Morast bereits beim Gang in den Frühstücksraum zu schaffen machten. Roulettekugeln rollten für diejenigen, die sich vor dem Leben und seinen Sonderformen ekelten. Walzerklänge lullten auch die zähesten Paralytiker ein. Ihr Kopf, so schien es Frau von Morast, musste mit Vichywasser gefüllt sein. Der Baron würde sich abermals über das Schweigen […]
Geschrieben von fischlein, am 16. Mai 2008 um 11:07
Dieses Schiffchen,
loswerfend
vom japanischen Kai,
ist plötzlich
wie aus Versehen geraten
ins Nirvana -
keines Rätsels Lösung
an Bord, nur
kühles Bier.
Geschrieben von Albert Cahier, am 11. Mai 2008 um 22:28
hochwald +++ schutz vor schwarzschnee : windgeröll +++ schlafstatt für schlaffe tiere : tags +++ nachts : tanzplatz für hungerzähne +++ büchsenrevier für dämmerungsblinde jäger +++ wer kennt die moral des hochwalds +++ tosebach : streifsau : fluggemse +++ ich habe mich durch ihn durchgeschlagen : bin durch +++ ihn durchgerutscht : die nadeln +++ stecken noch […]
Geschrieben von crysantheme, am 8. Mai 2008 um 18:10
“To be geistvoll, you have to keep in line”
Blond und Schwarz.
Karree, wie Schachbrettkeks
und Marmor-Kuchen.
Im Domino-Effekt,
Café-au-lait nimmt sie,
auf Linie,
Die Haare ihrer Männer.
Eine Männerliebe.
Geht zum Quadrat.
Ein Tafel-Epos,
stellt sie,
in Licht-Maschinerie,
sie, und 2,
die einander mögen.