Monatsarchiv für Januar 2009

Der Mund

Freitag, den 30. Januar 2009

für John U. öffnet sich : schließt sich zarte Lippen : zitternd am Unterleib ein Laib : von dem du zehrst denn du lebst ja nicht allein : also fährst du nachts zu ihm : er nimmt dich auf verschluckt dich : schüttet dich zu mit Geschichten von Großvätern : die nicht ablassen können : […]

Verleger

Donnerstag, den 29. Januar 2009

Schon wieder ein Manuskript Verlegt Schade eigentlich Aber Verleger verlegen nun mal Dieses und jenes Vieles und anderes Wer soll da noch die Übersicht behalten Täglich Stapelweise Da kann es schon mal passieren Daß was verlegt wird Was besser hätte nicht verlegt werden sollen Ich bin nicht so ein Verleger Gottseidank Bei mir ist höchstens […]

Gefüttert

Samstag, den 24. Januar 2009

In blassgelbe Sonnenscheiben geschnittene Schuljahre den Mund auf der Silberfläche

Fremdheit : Familie

Samstag, den 17. Januar 2009

Nie hat mein Vater um seinen Vater getrauert. Fröhlich erschien dem Kind die Besatzung in Polen : was für ein guter Job (sagt man heute). Gefolgt vom schnellen Tod auf der Krim. Fünf war mein Vater. Als sein Vater starb. Vermißt gemeldet. Hat mein Vater seinen Vater nie vermißt (sagt er). Drüberweg gehen & weiter. […]

Rissige hände

Samstag, den 17. Januar 2009

Zwischen den zeilen Geführter melodie Die namenlosen akkorde

Selbstermächtigung

Samstag, den 17. Januar 2009

Ich bin der Sturm zwischen den Zentren. Ich bin der Raum zwischen dir und mir. “…!” – “… ?” – “.”  Ich bin, tot und noch immer nicht gestorben.

Askalon

Mittwoch, den 14. Januar 2009

Also gut. Vukovar und Tora Bora, Gori und Babil. Die Kreuzfahrer haben Askalon erobert und die Rum-Seldschuken die Byzantiner geschlagen. Von Megiddo anzufangen ist müßig. Das ist so wie es bleibt. Ja, lass uns über den Tod reden. Die schwarzen Felle von Toulouse. Das helle Himmelgrau. Und Arm und Bein. Das ganz darin. Weg mit […]

Schnee von gestern

Montag, den 12. Januar 2009

Ob Gedanken einfrieren können Nicht auszuschließen Schnee Was gibts da noch zu sagen Brueghelmännchen Schieben rutschen bauen Eine Mohrrübe mitten ins Gesicht

Es beginnt sich zu drehen [2, 10]

Donnerstag, den 8. Januar 2009

Doch die Gegenstände blieben still. Es war nicht jene Stille, deren Flüstern das Verrinnen der Zeit mit einer grellen Kontur versieht, ohnmächtiges Zittern im Innenraum mühseligen Atems. Und jene Stille nicht, welche das Meer hinterlässt im Nachlassen des Sturms. Es war so still, dass die im Zimmer versammelten Dinge nicht anders konnten als zu schweigen, […]

Tod

Donnerstag, den 8. Januar 2009

“Bleib noch etwas in mir!” (Innen an einer Fahrstuhltür)  Es träumt mir meine Arme Um den Kopf geschlungen, Beine um die Arme: so Wohnte es in mir, ganz Darin für