Geschrieben von Gesche Blume, am 28. Februar 2009 um 23:01
ihrer augen iris,
millionen mal frausein,
als schwimm
haut verklammert,
in sie gearbeitet,
hinein.
schnitt.
purpur-
rot, schamgleich
pasteten.
verdichtet,
in seinen
pupillen, manteltaschen.
weithin in
zentren aus stahl.
lateinstunde.
der knochen, die haut,
die federn, das hupen, das zeitfingern
infinito.
so charming
mit dem
namen, die
haare, gebürstet,
hinterm Glas
der Fenster,
the prince
in the sky.
Geschrieben von chlebnikov, am 27. Februar 2009 um 12:01
In manchen Wäldern unserer Heimat, so im Anhaltischen, in Brandenburg und in der Lausitz, kann man im Sommer noch hin und wieder einen fesselnden Anblick genießen. Über hohen alten Bäumen tummelt sich ein dohlengroßer blauer Vogel in gaukelnden Sturzflügen. Die Rufe, die er dabei hören läßt, harte “Rackrack”, gaben ihm und der ganzen Gruppe den […]
Geschrieben von crysantheme, am 22. Februar 2009 um 01:52
Erstaunlich einprägsam: Das lakonische Buchcover zu Lenonid Aronson, Innenfläche der Hand. Und obwohl ich weder den Autor, noch seine Gedichte kenne, freue ich mich schon jetzt auf die Lektüre, denn: was kann nach diesem plakativen Auftakt noch schiefgehen? Ein spießiger Urlauber als Flatterteil, mit ebenso spießiger Sonnenbrille und Spazierstock als Libellenrüssel. Das Wellenförmige unter ihm interpretiere […]
Geschrieben von Beke, am 21. Februar 2009 um 21:09
Na Alter, Schmetterschrittchen, was ? Anders als der junge Typ dort, der mit seinen schwarzen Tüten nachhause schleicht. D u federst, dynamisch und laut schlagen deine Absätze auf das Pflaster, berühren es kaum, fliegen fast, der Mantel weht, nach vorn nach vorn, d u bist nicht alt, oder müde, oder irgendsolchen Quatsch, du bist frisch […]
Geschrieben von Andreas Hegewald, am 20. Februar 2009 um 21:40
Wieder
ist es nicht
an die Oberfläche
gestiegen
Das Salz
der Tränen ging
zu Grunde
Gierig
leckende
Wellen
zu sättigen
Wilde
gewaltige Wellen
die in das Antlitz
der Menschen
schlagen
Und ihnen
einen Grund
zum Weinen
geben
Geschrieben von Andreas Hegewald, am 20. Februar 2009 um 21:40
Kalter Glanz auf der Parkbank
Lehn dich zurück
dich trifft nicht das Mondlicht
Denn du bist
in den Schatten getreten
Zu träumen von dir
der du nicht wirst
Auf der Parkbank am Tag
mit den Tauben
Geschrieben von Andreas Hegewald, am 20. Februar 2009 um 21:39
In dieser Kleidung
bin ich
ein Leben lang
nicht gestorben -
Ich trage mich schwer
ohne Lasten zu tragen
überspringe jedoch noch
ein Feld auf dem Gehweg
Es ist eine Angst
aus den Kindheitstagen
die mir Leichtigkeit leiht
die nicht mehr weggeht
Sich nicht mehr entfernt
aus dem Schatten der Mauer
des Hauses zu dem ich
zurückkehren will
Als hätt ich vergessen
dass ich erneut ausgeh
auf gewundenem Weg
wie die Kerze im Wind
Geschrieben von Thomas Böhme, am 20. Februar 2009 um 19:07
Handreichungen für die lyrische Hausapotheke
I
Es sind nur wenige, die vom Sonnensystem
auf ihr Sonnengeflecht schließen.
Viele beschreiten lieber den umgekehrten Weg.
Die mit dem Schöner Sterben Beschäftigten
nehmen den Mund voll und wissen ihr Ersticken
als ein Tüchlein mit Häkelkante zu verkaufen.
Was ist schon hineingestickt außer den eigenen Initialen?
II
Das Verdorren der Morelle im Garten blieb unbemerkt.
Es war ein von Heckenschützen […]
Geschrieben von Beke, am 17. Februar 2009 um 12:38
- Hast du gesehn, wie sie ihn angeguckt hat ?
- Ja.
- Hast du gesehn, wie sie ihm den Mantel abgenommen hat ?
- Ja.
- Und wie sie ihm die Fussel von der Schulter genommen hat ??
- Ja doch.
- Er ist alt…
- Hornalt.
- Und diese hängenden Backen…
- Wahrlich, kein Adonis.
- Ich glaube, er schielt auch ein bißchen…
- […]
Geschrieben von J. W. Rosch, am 17. Februar 2009 um 07:33
In der Zurückhaltung
Eingeatmeter Luft
Das blaue Gesicht