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Auflösung der Gefühle bis ins Schattenplasma der Seele

Plötzlich bist du frei
Die Waldkante deines Blicks
Hebt sich ins Dickicht
Auf dem Scheitel
Stapelt sich die Luft
Bis unter die Sterne
Im Ohr schäumt der Wind
Darunter breitet der fliegende Teppich
Vorläufig schwebenden Wassers
Seine Bartplastik
Ins dreidimensionale Anwesen,
Karawanserei ohne Sitzkissen
An den Wanderrouten
Der Flügelwesen, darin
Die ungehinderte Ausbreitung des Lichts
Ihre weißgraue Brechung findet
Die Auswüchse des Kopfes
Hinterm Hals
Schlagen mit der ganzen Macht
Eines zuckenden Muskels
Ihre Flügelklappen […]

Golden

Auf welchem Kai soll ich warten,
tagelang?
Möwen reißen Reste weg.
Wasser schneidet Sonnenring
mit der Schnur
Mit dem Fischernetz ziehe ich die Zeit an mich.
Fang ist klein.
Schuppen schmelzen Zundergold,
An der Seite lang.
Fische schwimmen in dem Meer,
Warten auf den Moment,
Dass ich sicher bin, was ich will.
Hinter ihnen geht das Leben, wie`ne Welle goldig -voll.
Schweige ich…

Dzhen

Die Zypresse im Hof.
Es ist Buddha, er klingelt mit Glocke.
Die geöffnete Tür sieht die Spitze der Hügel erstaunt.
Der Tag schleicht leichtfüßig in den sanften Regen über
So wird nichts und niemand den silbrigen Ton aufhalten.
Sei nicht traurig.
Diesen Kreis dürfen keine zerreißen,
Weder Trauer, noch Freude. Es ist egal.
Weißt du, silbriger Ton ist stärker nur dann,
Wenn das Blitzlicht […]

Weltall

Du wolltest,damit ich aus den reifen
Sternen
Die Sommerkonfitüre kochte?
In ihm die Kerne des Weltalls schwimmen
Und tausend zerstreuter Strahlen.
Wäre jetzt die tiefer Nacht, damit ich
schon began
Die Beeren gleich zu sammeln.
Meine Handflächen
Sind von den Sternen leicht gekühlt,
und duften meine Hände
nach weichem Staub des höhe Himmel.
Die Konfitüre wird blau-goldenen und
süss,
wie jede meine Hoffnung,
bis zum Moment, wann sie Erwartung wird
und […]

Hier am Quell
in der Wüste sitz ich,
auf der Zunge etwas
vom hellen Geschmack
der Ewigkeit.
Was soll ich dort,
wo Wasser nicht einmal
mehr gepredigt wird

Ein Baum für drei Welten [4, 1, 2]

Heute ist jetzt hier.
Morgen wird alles ganz anders sein.
Gestern war gestern, was gibt’s da schon zu erzählen.

Verzicht

 
Jede Sprache ein neues Gewächs. Esther hatte schöne Brüste. Nur verfielen sie jetzt allmählich, ihr mittleres Auge dem Boden zugeneigt. Wo, um des golden Gottes Willen, war ihre suprapositive Position hin. Eine Literaturdozentin stand Modell. Ihr Lebenskleid war verschlissen. Gab den Pass ab für seine nekrophile Linienkunst. Die er pflegte, striegelte, indem er das Kaninchenfell, das […]

unleserlich

Es gibt welche, die Können richtig schreiben, andere Können es nicht. Die Verlegenheit der Sätze, die Nun mit Ansehen mussten, wie sie da lag in ihrer Scham. Eine Reihe von Krügen zerbrochen, eine Erfahrung voll Leid dreigesprungen, eine geplatzte Trommel. Im Grunde war nichts. Das Moos feucht, die Möse faucht. Er hat sich in den […]

Syntagmatische Maschine (2)

Unendlich viele Richtungen, die von mir ausgehen wie die Strahlen der Sonne. Affines Treiben im Urwald zwischen den Sternen, Dschungel in Bewegung.
Ich bin ein Punkt im Universum, eine realisierte Möglichkeit, Ort in Raum und Zeit.
***
Der Dichter besah sich den Text noch einmal. Von oben nach unten sah der Schriftkörper aus wie eine Schar paralleler Linien, […]

In the Woods

 
Baron Morast, seine Frau und Pageboy gingen im Wald spazieren. Hinter einer Biegung, direkt neben der hohen Fichte und dem plätschernden Bächlein war gerade der rechte Platz für ein ausgedehntes - wofür? Für ein ausgedehntes… verflixt und zugenäht, schimpfte der Baron, der über eine Wurzel gestolpert war und feuchten Dreck auf seinen Lackschuhen entdeckte. Im […]