Geschrieben von Nurio Quevadis, am 29. Dezember 2009 um 22:30
An der leipziger skala läuft ein stück, das die grenzen herkömmlichen bühnentheaters sprengt und dennoch theaterspiel mit vorgegebenen rollen bleibt, sich nicht in improvisation auflöst. Die rede ist von “im pelz”, einer bearbeitung, die katharina schmitt an der “venus im pelz” von leopold sacher-masoch vorgenommen hat. Dem programmzettel zufolge hat sacher-masoch vier jahre in leipzig […]
Geschrieben von Zhenja, am 24. Dezember 2009 um 19:02
I
Schwer dröhnt die Milchstraße
Im Schwarz himmlischer Asphalte.
Hoch recken sich die Stengel-
Säulen irdischer Basalte.
Tief unten gurgelt einer seine
Liebe in die Aggregate.
Leichtfüßig läuft die Winterkatze
Von rechts nach links über die Straße.
Die Jagdgesellschaft ist verschwunden
Hinter dem Sternbild Kleiner Hund.
Die Zukunftsorgeln drehen sich
Ohne jeden Grund.
Die Chaosgrillen zirpen nicht,
Wo man sie singen heißt.
Ohnmächtig träumt der Bäckersfrau
Ein Nebel sternenweiß.
Leicht geht ein […]
Geschrieben von chlebnikov, am 24. Dezember 2009 um 00:37
Ein Mensch
Ist der Kuchen
Seiner Kinder -
Esst, esst und trinkt,
Damit es blühe
In euch -
Das Mitleid
Mit dem Körper
Dieser Welt,
Mitleid des Menschen
Mit dem Leiden jener Welt:
Süß fließt die Milch
Durch Honigland,
Scharf bläst der Wind
Aus den Stimmen hervor
Die Münder, Nasen, Augen
Auf der Haut, so
Tief im Ohr: Ein Kuchen -
Der Mensch
Geschrieben von Nurio Quevadis, am 23. Dezember 2009 um 17:46
Es hat geschneit : die autos stehen still
Kein starker arm : es rieselt sacht
Kein riese : kein führer : kein gott
Halbgefrornes wasser dämpft
Den verkehr : der lebenstrieb
Kehrt zurück zum leben : wärme
Kommt von innen : dahin
Igeln wir uns ein
Geschrieben von Nurio Quevadis, am 21. Dezember 2009 um 17:48
Wir finden zusammen
Wir sitzen zusammen
Wir essen zusammen
Wir singen zusammen
Wir schlafen zusammen
Wenn du mich gut
Betreust : zeige ich
Gute Manieren
Geschrieben von Jochen Walter, am 16. Dezember 2009 um 12:26
Das Deutsche Literaturarchiv verfolgt mit Interesse ihr Weblog und wuerde gern mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Ueber eine Rueckmeldung an Jochen.Walter@dla-marbach.de wuerden wir uns sehr freuen. Gruesse aus Marbach, Jochen Walter
Geschrieben von chlebnikov, am 15. Dezember 2009 um 22:07
Am Himmel der Glanz
Des dunkelsten Monats: Wieviel Watt
Umfasst diese kosmische Leistung?
Geschrieben von Zhenja, am 12. Dezember 2009 um 23:53
Einen Kern, so
Schwarz wie die Nacht
Noch vor ihrer Benennung -
Abwesenheit
Jeder Farbe, so
Grau glimmt die Bedeutung
Des Wortes, Gleichklang
Des Hirns mit dem Ohr -
Schwingen
& Gebrumm, 50 Hz
Und mehr, oder weniger noch
Ein Flügelgeschrei, so
Schwarz ist die Farbe
Wahrnehmungsgeformter Welt:
Begrenzt sich alles
Mit dem Flügelgebrumm
Seiner Gleichheit,
Krankheit in der
Plätschernden Wellenarchitektur
Von Raum und Zeit, Wieder-
Kehr oder Zukunft,
Nichts außer es selbst
In seinen leuchtenden Grenzen.
In […]
Geschrieben von chlebnikov, am 10. Dezember 2009 um 23:33
Die Wolken stapeln sich
Zu Himmelsgeschichte, die
Wässrige Hülle des blauen
Nie-Mehr breitet, weil
Ohne kein so, allen
Wirbel ins Rücklicht:
Eben, parabol, übertrieben
Geschrieben von karolin, am 3. Dezember 2009 um 23:30
In der stadt
fallen die blätter
ohne jahreszeit
ein rufen und blühen
kaum betrachtet
geht in achtlosigkeit vorüber
ein aufsehen
erregen
fällt am ende
einfach so
spurlos
zu boden