Geschrieben von ub, am 27. Mai 2010 um 16:24
Nun, doch
Die Zeit anhalten, den Augenblick verschieben
das wollten wir, so lange wie möglich.
Nun, doch, es ist soweit. Plötzlich.
Und ändert dein Sein, bisher so gediegen.
Der Faden bricht, das Licht erlischt.
Unsagbares, so bedeutend.
Untastbares, so berührend.
Erwecken, in mir, ein neues Ich.
Geschrieben von karolin, am 25. Mai 2010 um 13:46
deine lippen
scheinen
meine zu küssen
so nahe stehen
unsere
wahrnehmungen
bei ein ander
der alte boden
trägt
unsere
angst
vor nähe & ferne
wir halten
die bücher
wie unsere leben
umklammert
und vergessen
zu sprechen
Geschrieben von Zhenja, am 23. Mai 2010 um 11:55
In jungen Jahren juckten ihn fallen-
Des Obst, eine Allergie gegen die
Pflicht geduldigen Wartens & immer
Wieder jenes Hecheln über dem
Herzen, worin sich Türen wie Augen
Ins Blinde öffnen, den Brustkorb voller
Universen; später vergötterte er
Den Wind, sich allseitig
Bildendes Wesen & begann
Im Strudel der Sintflut die zwei
Richtungen zu unterscheiden
* * *
Des Obstes Baumwurzel aber
Schwärt neben dem anderen
Schwer sich bäumenden
Geschrieben von chlebnikov, am 21. Mai 2010 um 19:56
Gururummeln die! Karabanausen Iren maymaybelosen Ovvaheddgigg, Underkilltmich in Weitahwahtahweh.
(Hinsetzung folgte demweitest … wehnn
Geschrieben von crysantheme, am 20. Mai 2010 um 23:30
Geschrieben von karolin, am 18. Mai 2010 um 20:30
es gab
und es gibt nicht mehr
einen strauss roter rosen
im badezimmer
das wasser ist abgekühlt
die kerzen herabgebrannt
ich öffne das fenster
frischer wind soll die rosen
heraus und wind herein pusten
dich soll er bringen
und mir in den schoss legen
ich werde dir den kopf kraulen
und mich nicht wehren
gegen das auftauchen
aus der vergangenheit
Geschrieben von J. W. Rosch, am 17. Mai 2010 um 21:01
Im Innern der Berge drehen sich Erzadern
zu unwahrscheinlichen Sonnen, die ihre Bestimmung
erst nach Öffnung des Raumes erfahren werden.
Ich wollte immer auffliegen wie ein Vogel aus der Schlucht; nun lebe ich außen im Kristall. Aber nun geben Sie mir bitte den Weg frei, ich schwinge wieder - ich war so müde - auf Flügeln geht dieser […]
Geschrieben von karolin, am 17. Mai 2010 um 18:54
winde dich heraus
aus den seilen der
gesellschaft
betrachte das laute
& falle hinein
in die bedeutung
. leise
Geschrieben von Zhenja, am 11. Mai 2010 um 21:37
Das Rauschen im Ohr des Sprechenden -
Eine Tonspur
Im Schnee; die Worte
Wohnen im Gedächtnis,
Ankerplätze mitten im Ozean,
Wo alle Wellen zerbersten.
Zerbersten. Der Wind
Hat dazu keine Meinung,
Die Muschel verlangt nach Lippen
Geschrieben von Flo, am 11. Mai 2010 um 20:56
Auf dem Rücken einer lauen Sehnsucht
gen Himmel steigen
und nicht mehr sein wollen
als eine flüchtige Kontur
in jenem klaren Einfaltsblau
Dann, auf den Wolken,
mit dem Ballett des kleinen Horizonts
eine traurige Polonaise tanzen