Monatsarchiv für Januar 2011

Als Tantalina tanzte

Montag, den 31. Januar 2011

Die Liebe gebahr die Welt, die Freundschaft wird sie wiedergebähren (H. an B.) da wurde der Blick einer schiefen Ebene gleich quer durch den Raum gespannt und es begann in wogender Luft ein Wind quer durch den Raum zu gehen einer Transversalen gleich durch die Himmelskugel schoss ein Pfeil wie ein Blick so schnell aus […]

Tafel I

Sonntag, den 30. Januar 2011

Am Ende des Winters

Sonntag, den 30. Januar 2011

Für die Fahrt einmal quer durch die Stadt existieren keine Bilder mehr. Ich muss sie vergessen haben. Oder sie sind nie an Ort und Stelle angekommen. Ich erinnere mich lediglich an Geräusche. Mein Herzschlag. Das dumpfe Poltern, wenn die U-Bahn im Tunnel verschwindet. Stimmengewirr um mich herum. Irgendwo im Zug scheint ein Obdachloser Zeitungen zu […]

Denken bei sieben Kelvin

Sonntag, den 23. Januar 2011

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Astwerk

Donnerstag, den 20. Januar 2011

ich hänge die Liebe in die Luft lasse sie baumeln geästet, gerädert, zerfurcht. zer furcht sich im wolkenlosen Himmel durch den sich Dunststreifen wie Gitter ziehen ich hänge mich in die Luft auch mich in die Luft ich baumle Regenschnüre schnallen mich in die Fassung in eine Fass mich an oder auch nicht

Lichter Unendlichkeitstraum

Montag, den 17. Januar 2011

Ich falle in das All. Ein Fallen ohne Fall. Ich gehe in das Licht. Werd wieder zu nichts. Es gibt keine Zeit in der Unendlichkeit. Es gibt kein hier. Es gibt kein dort und doch bestehn wir fort. Etwas bleibt bestehn, wenn wir von uns geh’n. Im ewigen Sein gehen wir ein. Und werden ein […]

Wohin des Weges?

Montag, den 17. Januar 2011

Wohin des Weges du eil’ger Mann? Dessen Blicke ich nicht weichen kann. Weilend spüre ich sein inneres Klagen. Ihn anhalten – wie kann ich es wagen? Knapp ist die Zeit schon ohnehin! Stehen macht nur wenig Sinn. Sieh, dass du schnell weiter gehst. gleich der Himmelsrichtung wehst. Arbeit hat kein Ende in Sicht. Heute wie […]

Reaktion auf Unmenschlichkeit

Montag, den 17. Januar 2011

Zuletzt wurde ich gedemütigt, wie ein Hund getreten, als ich in eure Welt eintrat, nur weil ich euch missfiel und ihr mich nicht wahrnehmen wolltet, doch ich kehre noch einmal zurück, um mich zu wehren gegen diese unfaire Behandlung und diesen unerwarteten Einstieg, geradezu ein Einriss in eine pessimistische Denkweise, voller Formvollendung und Perfektion, ohne […]

Einblick

Sonntag, den 16. Januar 2011

An manchen Tagen bin ich nackt für dich und trage schamlos meine Seele im Gesicht. Wenn du dann erschrickst spiegelt sich in deinen Augen meine Einsamkeit.

Variation auf zwei Bilder eines unbekannten toten Dichters

Samstag, den 8. Januar 2011

Durch das zerbrochene Auge Des Wasserspeiers Sieht man den Himmel Wie eine schmutzige Scherbe Jeder Blick ein Abgeschossener Pfeil – Jeder Stern ein Langsam verglühender Schütze Und die Strahlen sammeln sich Im Rauschen Treffen sich die Verfeindeten Ströme Im Brennpunkt In der endlosen Ebene suchen sich Die einsamen Feuer: Der Atem des Meeres War angehalten […]

Stillleben Oderbruch

Freitag, den 7. Januar 2011

Und der Schelling dampfte Auf seinem Grill, weit Außerhalb der bewohnten Zonen Und die Bäume im Wald Traten auseinander Wo das Fleisch zweier Herzen Flammen schlug, eine Aussicht auf Blätter Verdorrender Feige, da Der Himmel nicht viel Zum Schäumen braucht Und die Nadeln verteilten sich Auf der Haut und die Schneeigen Reste erglühten im Wind […]

Fatale Folgen

Dienstag, den 4. Januar 2011

Martha hat ihr Schicksal getragen. Geduldig, gebeugt und voller Gram. Und das fast dreieinhalb Jahrzehnte. Martha hat einen Suizidversuch überlebt, den sie gemeinsam mit ihren vier Töchtern begehen wollte, als die Rote Armee einmarschierte. Marthas Leiden dauerte lebenslang. Der Krieg, in den sie geraten war, endete erst mit ihrem Tod. Das, so scheints, ist unabänderlich […]

Im Gegenlicht

Sonntag, den 2. Januar 2011

in mem. G.N.Ajgi Scheint es, als sei nichts zu sehen; dabei Ist es nur der Kohlehaufen Unserer Augen, auf Dem die tausend Dinge Ihr Unwesen treiben Als sei die Sehnsucht nach dem Feuer Nichts als eine vollkommen Harmlose Angelegenheit Manchmal Ist es dunkel in der Welt; dann Wird jeder Lichtstreif Zum Rauchzeichen Und die Schädelknochen […]