Monatsarchiv für April 2011

* * *

Samstag, den 23. April 2011

Von der Himmelskugel Seilt sich ein Stern ab: Freier Fall durch den Raum Oder Aufbegehren im Irdischen? Ist die große Fusion Ausdruck Für die Liebe der Atome, oder Hängt die Bewegung diesseits von Stärke und Schwäche ihrer Kraft? Kaial-Freude oder Staubschweiß, Silbenflimmern oder Steiß der Hart- holzgehirne, immer bleibt Was ist ein Splitter … Als […]

glandula glandula

Dienstag, den 19. April 2011

warzenäugig, schwammhäutig: vom ich zum du sind die beiden dialogischen brustsprossen aufgesprungen bis zur milchwurzel

Der Junge im Schlaf .

Sonntag, den 17. April 2011

Doch stille sammelt im Grund Das wilde Herz, voller noch an weiß Als dunkle Angst, vergossener Tränen Schaum sich. Noch stiller als schwarzer Traum Dämmern Tod und Verwesung, ein Muskel Zu zeugen Bewegung, das Leben sich .

die jungen

Samstag, den 16. April 2011

es tönen die jungen zur nacht, mit wehend weißen fahnen, ein knab in kummer erwacht, aus ängstlich träumenden bahnen. des sonntags nächtliche stunde, zerbricht der knab entzweih, in gesten seiner munde, gefallener engel komm herbei. so machen wir uns frei, von allen zeiten der tugend, von aller knechterei, und wählen deshalb,  die jugend.     […]

auf lichtfang

Montag, den 11. April 2011

die flexionsformen der zweige haben neue endungen bekommen: ihr triebleben strahlt ins totholz der städte

Innerfaltfilm Drei

Montag, den 11. April 2011

Sperrbezirk der Körpererinnerung, kein Nervenbündel übrig zu bezeugen Das Grauen, 20. Jahrhundert, ohne Sorge der Tod nur der Anderen. Ein Kleiner roter Mantel verschwindet In der Ferne, ein stummes Schluchzen hängt nun, hängt nun Unter zehntausend Metern Wasser Allein auf dem Meeresgrund. Der Auftrieb einer einzigen Seele, Kraft Gleich Gewicht für immer Verdrängter Zukunft, reicht […]

der see

Sonntag, den 10. April 2011

der morgen fuhr in dämmerung und rief, so kam er… allein im see, daneben stille, im schlund eines drachen, so tief wie er selbst. hastig in angst verschluckt zu werden, im glauben der trüben wasser seele, des ewigen plätschern und rauschen, beim ersten sonnenzwinkern, verlor und verschwand.

aphorismus

Montag, den 4. April 2011

der vers ist die produktlinie; das gedicht die systemlösung.

Vergib

Sonntag, den 3. April 2011

jung wie ich war, schwamm ich hinaus und suchte, wagte, wählte, nicht scheu die türme einzureissen. ich fleh vergib das ich heraustrete alter höllenkreise. des herzens vernunft, spricht ein langes A , ich bitt vergib. A …! A …! A …!

Schwesterngesang

Sonntag, den 3. April 2011

gesänge der ehrfurcht in sehnsucht getränkt, so rufen die schwestern, sie rufen find ein. ton um ton wird alles hell, gefallene engel heulen durch die tore. glockenschlag um glockenschlag, hallts nun durch die leiber. mehret, mehret findet ein, zum großen aufbegehren. so rufen die schwestern, sie rufen, find ein.

Rotznasen

Sonntag, den 3. April 2011

ich hört, kalt ist’s, : die welt wegen der rotznasen, des coolen typus. stets überzogen, im lachen wie im weinen. TRASHFLASH  seiner list rühmend masturbiert. da ist kein platz für demut, würde, ehrfurcht und wärme, daher die rotznasen.