Monatsarchiv für Januar 2012

porreeleuchten. gurkengrün

Sonntag, den 29. Januar 2012

weshalb ich würfelnd mich bestreiche mit fischgewürz und küchendunst auf das es träge mich beschleiche auf das ich schweig, gemüsekunst. herrn meier-gräfes gurken mir als salat im magen liegen ruhn dort schwer zinnern, gleich dem leuchter in dessen licht nur falter fliegen. ein langes flimmern auf der treppe eisbleich trifft sein gesicht uns an kalt […]

schnee schauer

Samstag, den 28. Januar 2012

weißt du wie wir frieren werden weißt du wie sich das anfühlen wird wenn wir frieren werden alle traktate leichter wiegen als das streichholz mit dem wir sie anzünden werden die huftiere gelassen fressen moos

dans op de deel

Freitag, den 27. Januar 2012

humus und die haselnüsse ausgekauter alterszucker zahnbelag und darmwandzysten scheißenbraun wie’s aussieht erdung knochengretel eisenhans in der schmiede einen darf ich bitten vorschlaghammer pink-pink-pink-

im schloss

Freitag, den 27. Januar 2012

zur untätigkeit gezwungen ist ein zustand, der nur wenige tage gefällt. der vergleich mit einem gefängnisinsassen drängt sich auf. sitzen, warten, aufstehen. selbst die entnahme des teebeutels aus der mit heißen wasser gefüllten kanne wird zu einer zeremonie. ihr da draußen, hütet euch vor der verwaltung! sie liebt die maskerade: hat tentakeln, ansaugend –aufsaugend, als sirene […]

Diese scheißigen Haselnüsse!

Freitag, den 27. Januar 2012

(Ein Frühjahr, 2) Im Winter gibt es sie. Im Sommer blühen sie auf. In Mythen kommen sie vor. Überall kann man sie sammeln. Den alten Römern waren sie Symbole der Fruchtbarkeit. Manchem sind sie zu klein oder zu hart. Vielen tut es weh, wenn sie ihnen auf den Kopf poltern. Es gibt Leute, die vertragen […]

gumpy dürckheim geht in die remise

Donnerstag, den 26. Januar 2012

(stummfilmgedicht mit stubenklavier) frau und sohn beklagten zu recht zu wenig geld zu wenig zeit und abends die lieblosigkeit auf dem sofa sie beklagten zu recht die mürrischen falten abwesende blicke den rüden ton in der stimme seit jahren sie haben zu unrecht so lange gewartet und sollen endlich ihr recht bekommen auf geld urlaub […]

hilfloses nichtverstehen ODER können gedichte töten?

Mittwoch, den 25. Januar 2012

(hausmannsantwort) natürlich nicht es sei denn der laser ist extrem empfänglich für künstlerische inhaltstoffe dann wäre die wunde ein kompliment beiderseits (evtl. lyrikmedaillon?) merke man sieht nur mit den augen gut das herz ist im wesentlichen zum blut pumpen da haltet eure gedichtgedanken sachlich haltet eure buchstabengefühle geziert haltet eure ausdrucksahnung extrem hinterm verständnishorizontzügel der […]

die meinung der anderen

Mittwoch, den 25. Januar 2012

(kommentarvermeidung) auf sie wird gewartet damit die eigene nicht frei im raum steht auch kleist war ein herdentier

wischmobbing

Montag, den 23. Januar 2012

(spinntanpoetik) die wahren werte sind die kleinen die sekundenschlaf gesichte in der küche der all täglichkeiten unter der käse glocke des wintergemüses & gemüts angesichts eines topf narzisses im januar und im kosmischen spülicht des porreeleuchtens es schimmert verworfen die gelöschte zitronenscheibe die hohe kunst der träumenden hausfrau im virilen zirkel der schreibenden arbeits loser […]

Idyll in Gelb

Samstag, den 21. Januar 2012

(frei nach einem Text der crysantheme) Am Tag sahen die Bilder anders aus. In der Porzellanvase poppten die Blüten von Osterglocken auf. Ihre dünnen Fäden mit Pollen behängt, die ins Tageslicht staubten. Sie ging hinüber und knickte eine ab. Das Fleisch war blässlich, eine Enttäuschung nach dem reifen Gelb der Zitronen und Bananen vom Winter. […]

das ende eines tr/pflaumgesichts

Freitag, den 20. Januar 2012

(urmutation) als die präsidenten mich erwählten genügte ich (qua querquorum) ihren (avernen) ansprüchen nicht ich hatte die falsche (fahle) geschichte zu wenig ergebniseffizienz (essigessenz) eine fehlerhafte kinnkennzahl (tarnung) und traf deren stimme nicht an (totalausfall) dann die königsberger-klopshaps-smsen gegenüber den erfordernissen der übergebenden gesellschaft (den mich umringenden gesellen) verhielt ich mich auffallend (irrelevant) da ich […]

Das anthropozän

Freitag, den 20. Januar 2012

Es trinkt erdöl. Es leuchtet. Es stinkt. Ist aber kein tier. Wird von einer chefetage aus betreut. Die ist in den orbit ausgesourct. Christen haben „in anführungsstrichen“ einen public private gott. Wurde in maria ihren uterus gesetzt. Leihmuttermäßig. Sonst halten die chefs heute nichts von vertikaler mobilität. Damals bei zeus & co gab es noch […]

Kommentar zur Bedeutungslosigkeit

Mittwoch, den 18. Januar 2012

kleist kommentiert fryxells suche nach bedeutung, da nichts von bedeutung zu sein scheint… s’ist ein virus, scheint es mir wiederum, denn auch mein kopf formuliert seit tagen einen text zur bedeutungslosigkeit, gleichwohl die zunge nicht hinterherzukommen vermag. Was wiegt mehr: leichte oder schwere kost, kalte oder warme luft? Zu verweisen ist auf die luftverdrängung, hier in diesem […]

nichts von bedeutung

Dienstag, den 17. Januar 2012

Ist es schon aufgefallen, daß schon wiedermal keine Kommentare durchkommen ? Schon lange. Das ist doch ein Trauerspiel. Huhu. Es gibt so schöne Musik. Und Sprache auch. Und Kaschmirpullover und Seidenstrümpfe. Aber man kann auch spazieren gehn. Ja doch. Oder Eisbein essen. Wer praktiziert hier die Verzettelung ? Die Sparsamkeit ? Inkompetenz ? Oder hat […]

Salona

Dienstag, den 17. Januar 2012

an schroffe Berge geschmiegt : nah der Küste : ehrfürchtig gegen das Meer griechisches Städtchen : bevölkert von Illyrern : Ägyptern : Römern : Albanern : Juden von den Karten verschwunden : Diokletian hat dich gesucht : außerhalb des Palastes gruben die Christen ihre Katakomben geheimer Gottesdienst : öffentlich genug daß der Geheimdienst davon erfuhr […]