Monatsarchiv für Januar 2012

Bislang kein Schnee

Donnerstag, den 12. Januar 2012

skizze-dreizehnter-dezember.jpg Dreizehnter Dezember und bislang kein Schnee. Weiße Atom-Wölkchen am Himmel, Dia-Show, wann   – am Boden viel Anti-Bios von beständiger, nicht salonfähiger Form. Die Äste an der Birke klappern. (Gegenstück.)

Dass und Weil

Mittwoch, den 11. Januar 2012

leute vor mir angst haben wollte ich gestern heute fürchte ich dass ich damit spuren hinterlies die ich nie wollte.

Mitternachtstee

Samstag, den 7. Januar 2012

[...]Eine halbe Stunde später ist K. da. Sie trägt noch ihre Computerbrille, so sehr hat sie sich beeilt. „Die Brille…“  Ich deute drauf. Sie zerrt sich die Brille aus dem Gesicht. Ich versuche Normalität. Wir liegen auf dem Sofa, trinken Pfefferminztee. Ich habe das Zeug nur für sie im Haus. Damals, vor 20 Jahren, wir […]

Spinoza träumt

Freitag, den 6. Januar 2012

* Ein Stern. In ** Geschliffener Optik sucht Gott *** Instrumente – ** Brillengläser für die Seele *

Pokern ohne BILD

Donnerstag, den 5. Januar 2012

So Viel Poesie War Nie Am lack des amtes ach leck mich doch ist bereits gekratzt die moral geht baden doch wo in welchem wasser ist noch verstand versteht das volk vom face von wulff (der predigt) ach wieviel lyrik hören hört doch zu ihr könnt ich könnte schwören die kommentare kennen keine poesie, (ein […]

Neujahrsansprache

Mittwoch, den 4. Januar 2012

Jetzt Silvester! Forever! Eine frau schlagen oder einer katze ein auge fällt ja nicht auf den rechten arm nicht abgwewinkelt straight rechts und dann nach unten fällt ja nicht auf das zündeln und das falsche toitsch bei böllern aus polen die kanaken sowieso fällt ja nicht auf warum weiß nicht jeder warum nicht immer nur […]

Ich zeichnete mich in dein Leben

Dienstag, den 3. Januar 2012

Ich zeichnete mich in dein Leben wie einen schmutzigen Witz – zwischen uns eine leere Sprechblase, die nur die Zeit zu füllen wusste. Doch als ich mir eines Tages ein Loch auf die Brust malte, legtest du lächelnd deine Hand darüber und riefst mich einen reichen Mann: Nicht immer kleiden uns die Jahre in Lust- […]

ars et circenses

Dienstag, den 3. Januar 2012

ars et circenses Vor den Rängen reimen sich die Kulturclowns empor – werfen Wörter wie Messer, am Ende ist niemand ernsthaft verletzt worden. Es sind gut dressierte Verse mit ergrauten Metaphern zwischen den Zeilen die große Leere – man klatscht vergnügt in den toten Raum. Die Kapelle spielt selbst- und seelenlos zum Ausklang, alle sind […]

Der Zorn

Dienstag, den 3. Januar 2012

Der Zorn verkleidet im Einfaltsmantel versteckt in der Trägheit lauernd in jeder gezähmten Geste hinter den perfekt frisierten Phrasen – sein Echo aus den toten Winkeln und heiseren Kehlen der Unterdrückten und Aufgegebenen aber bahnt sich seinen Weg. Wer ihn offen im Gesicht trägt muss es verbergen – auf dem Familienfoto der Nation findet er […]