Monatsarchiv für Juli 2012

lauthals über kopf

Dienstag, den 31. Juli 2012

frei – das wort hat eine wurzel – prai – indogermanisch – die lauthals über kopf nie zu vergessen sei : schützen und schonen gern haben lieben

sildenafilsurrogat

Dienstag, den 31. Juli 2012

(samtene sinndeutung) silbenaffine schlagwortschlaffen sabbern süchtig schlorrigen schriftschlunz auf schimmernde scheiben. tastaturdiarrhö? computercholera? schreibschubladehemmungserlösung? seltene subsensation: schreibschlamm als sildenafilsurrogat.

wunschbrille

Montag, den 30. Juli 2012

durch meine stadt laufe ich mit einer spezialbrille rum, auf jedem glas steht ein wort: stirb — idiot. ein herrliches gefühl, so durch die massen zu laufen.

Stil

Montag, den 30. Juli 2012

ist etwas was man hat oder eben nicht hat. Stil ermöglicht vielerlei: Duldsamkeit, Haltung, Distanz. Und er erleichtert das Ertragen. Denn manche Dinge, die wir lesen, sind etwas schwer. Ich kann mich da nur wiederholen. Ertragen wir es. Mit Stil. Letzlich gibt es die Löschtaste. Auch im Kopf.

Montag, den 30. Juli 2012

wo ist frau kleist, diese kleine selbst an sich… BEITRAG WURDE VON DER REDAKTION GELÖSCHT: BITTE UNTERLASSEN SIE PERSÖNLICHKEITSVERLETZENDE BEITRÄGE ÜBER REAL LEBENDE PERSONEN.

Liebesbesuch

Montag, den 30. Juli 2012

Die Liebe lehnt an einem Baum Die Liebe ist ein Baum Unversehens glänzt die Schuppe dieses gewöhnlichen Wunderbaumes an mich heran, bar jeder Gegenwart Transformierte Stimmen, in den Strom der Sprache gewoben, streichen, kriechen, schmeicheln sich in meine Ohren Offen alle Poren, die Ein- und Ausgänge wie Blüten im Gebirge Du erreichst mich, hier an […]

Verwirrte Venus oder Himmels-Wissenschaft als Selbstversuch

Freitag, den 27. Juli 2012

Erwache in Morgenstarre, feuchter Musenkuss, wo auf meinem schweren Schlafleib, wo? Erweckt und auf eine ziemlich kreisrunde Umlaufbahn geschossen (wer wagt es, an meiner Bahn herumzubiegen?). Neigungswinkel gering, Exzentrik gering (was heißt das?). Oberfläche flach, dunkel (maximal 5000 Lux), rotglühend, heiß. Leichte Brise, keine Jahreszeiten. Terrestrisch, Kruste vorhanden. Vulkane mit Windfahnen. Crèmefarbene Wolkenschicht über Atmosphäre. […]

Mösengezwitsxcher.

Mittwoch, den 25. Juli 2012

    * Brauchen uns kaum noch aus den Gläsern zu schöpfn, dem auffellln, was uns ums Gewissen schleicht. Dieses leichte Zeitsein. Aus dem Gekränktsein schlüpfen. Auf die Insel des scheugeklappten Verrats. Es war Liebe. Unumstössliches dein Denken. Wie Einfühlen, aus Treiben aus Kopfen aus kaum dem Gedichtverlassen und damit der Welt dennoch Gehorchen aus […]

Einschreiben

Mittwoch, den 25. Juli 2012

…endlich halte ich es in meinen Händen: das güldene Buch der traumaverspielten Inskriptionen Nr.5. Wow! Danke, liebe Plapper-Klapper-Kritzel-Kratzel-Winde-Schling- und Kletter-Pflanzen, grimmsch’ bezopfte Turmbewohner-Innen -; halbstarke, vollwaise, plastischphantastische Mitwesen und -bewohner -Innen – virtueller Wiesen, Weiden und Welten. Muh!

strick stracks

Dienstag, den 24. Juli 2012

außer mist und essen und vögeln und farben, gings hier in diesen löchern und huckelpisten doch auch schon mal ums stricken. oder ist mir da eine masche entglitten ? jedenfalls liegt da wieder mal so ein edles garn herum, es schimmert und schimmert, so vor sich hin, man ist bereits bestrickt, doch nackt !! (applaus […]

Ein Blatt, dreilagig

Dienstag, den 24. Juli 2012

ein schwaches stück für den an konstipation leidenden dukaten-esel Wenn Hirsch und Kuh sich trennen und alle Leute rennen dann schau auf dieses Käseblatt: wer (diesen) Mist geschrieben (und eingestellt) hat. setzen!

noch einen drauf im biologischen

Sonntag, den 22. Juli 2012

(sonntag im park) was ist hier los ? wo führt das hin ? niemand liebt sein fell mehr so, wie es gewachsen ist. wo ist der bisamratten ruh ? das dünne blond muss rosa strähnchen tragen. das warme erdenbraun, brünett genannt, wird kaltes schwarz. das sanfte grau wird aufgebrannt zu kringelwurz und haubenstiez. ich sehe […]

Hinfort

Sonntag, den 22. Juli 2012

Ich fühle mich frei. Ein bonbonfarbenes Licht kreuzt meinen Sehnerv. Darüber liegt Dunkel. Gisbert Dunkel. Er ist eine Erfindung, die aus strömendem Licht besteht. Es sengt sich heraus aus der Hirnspirale. Selbst Herr Morgenrock kann es nicht davor retten. Ich drücke seine Klingel. Er ist noch beim Frühstück, Käsebrötchen mit schwarzem Kaffee. Jetzt, da die […]

Achilles Schildkrötenjäger in der Mannigfaltigkeit seiner Speere

Freitag, den 20. Juli 2012

i. mem. G. Del. Das ist also das Leben: eine Halbkugel, die sich in der Zeit zu einem einzigen Punkt zusammenzieht. Eigentlich ist das nur das halbe Leben – die Existenz im eigenen Körper. Aber was außerhalb dessen ist, wird permanent eingemeindet. Mein Licht, deine Liebe. Unser Kosmos, o du wildes Dunkel. Manchmal träume ich […]

Das Laub wie meine conditio sine qua non.

Freitag, den 20. Juli 2012

* Das Laub errötete in deiner grausamen Zärtlichkeit. Darumherum frische Liebes(ge)schwüre. Wie vorher schon aus deinem Strandkorb. Aufeinander zu dein Vermeeren. Und an den Rändern deine fast vereiste Gleichgültigkeit (siehe auch Kap. 44). Ah, mit unseren Egalen kommen wir noch nicht zurecht. Halbes Abgestumpftsein von Geburt an als conditio sine qua non. Komm, fang mich […]