Monatsarchiv für Mai 2013

soziales : wesen

Donnerstag, den 30. Mai 2013

der mensch ist ein soziales wesen : versammelt sich ums feuer : ob christ : ob atheist gemeinschaftlich gegrilltes ißt sich besser : wenn erst die korken fliegen und die frauchen jauchzen dann steigt das fest : wer steigt dann nicht voll freude übern nachbarn her : wer zieht die einsamkeit des zimmers vor : […]

Interview mit Jacko

Donnerstag, den 30. Mai 2013

Im Mai 2012 hatte ich nachts einen Traum. Dieser Traum war anders als andere Träume. Ich empfand ihn als absolut real und fremdbestimmt. Mit „fremdbestimmt“ meine ich, dass er nicht aus meinen Gedankenträumen resultierte, sondern dass mich eine äußere Energie besucht hat, mit der ich kommunizieren konnte. Diese Nacht war die Nacht in der ich […]

Unbestimmt

Montag, den 27. Mai 2013

Vor Jahren habe ich hier einen Text über einen unbestimmten Ort eingestellt: die Elsterbar. Heute stand ich wieder davor. Mein Freund hatte seinen Hartschalenkoffer mitgebracht, es wucherte darin von Dimensionen. Ich sagte, lass ihn lieber zu, die müssen bei diesem Wetter nicht raus. Nein, sagte er, denn es könnte sein, dass sie sich einrollen. Die […]

Tannenhitze

Donnerstag, den 16. Mai 2013

Neben den sechs Tannen vor unserem Haus stand ursprünglich noch eine siebte. Im Jahr meiner Geburt war sie von Großvater Ernst gefällt und durch einen gusseisernen Fahnenmast ersetzt worden. Fortan flatterte zu allen Feiertagen die neue Staatsflagge mit Hammer und Sichel im Ährenkranz am eisernen Mast vor unserem Haus. Es war die Zeit des Aufbruchs. […]

Quantencafé

Donnerstag, den 9. Mai 2013

Während Gin und Jenna zur Theke gehen, sagen ihnen die Gesten der anderen, wie sie sind, vollkommen overdressed. Vollkommen overdressed für dieses Café. Jennas Trenchcoat und die Mütze sind rot, Gin ist der Wolf mit dem silbergrauen Pelz, hat Haare wie Albert Einstein. Er wird Patent anmelden für eine mögliche Formel, einen unmöglichen Hut hat Jenna […]

plötzliches pathos

Sonntag, den 5. Mai 2013

als wir aus den wolken fielen auf geschmeide aus knochen wie du mir den faden abschneidest an dem mein weggespuckter kadaver hing taucht ich langsam in dein wesen während des betäubenden rauschens dass wir nie gemeinsam geweint haben nur jeder für sich auf wundreise durch gelebtes leben keine ermässigung in dieser liebe zerschrei mich nie […]