Monatsarchiv für März 2014

A merman83 I should turn to be (when I’m 64)

Montag, den 31. März 2014

“Das ist irgendwie alles ganz durchschnittlich”, grunzte der Lektor. “Und überhaupt – es passt nicht in diese Zeit. Heute ist, was zieht, schneller, lauter, greller, kühler. Heute weiss der Leser, dass es keine Hoffnung mehr gibt, er lacht also mit dem Tod, nicht über ihn.” Löwenthal erblasste. Seine Traktate über das Prädikat des Rätselhaften, die […]

Splitterfest

Montag, den 31. März 2014

Fahl steht die Sonne hinterm Dunst noch unbefleckter Tage. Fahl auch die Gesichter der Jungen; alte, knochendürre Männer fluten mit den Stummelwald. Türmen werden nur  Wolken heut sich und Leiber. Die Schmalen schultern zwei starre Fäuste, als Hostie ein Stück Panzerschokolade im Schlund. Erbrochenes Strafgericht: grinsend, taumelnd, schief – letzte Orgelmusik zerfetzenden Fellen. Alles schwimmt […]

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Montag, den 31. März 2014

Mne malo nado! Krajusku chleba I kaplju moloka. Da eto nebo, Da eti oblaka! Wenig brauch ich! Ein Ärschlein Brot, ‘N Tröpfchen Milch. Aber diesen Himmel Mit diesen Wolken!

Arbeitstitel: Tagelöhnerbuch, Notizen

Montag, den 31. März 2014

Schreiben, den ganzen Tag nur Schreibseln. Ab(sch!)reiben,  ver(sch!)reiben, fort(sch!)reiben; grammaromatisch devote Silben-Symphen akkumulieren salzigen Interest, bis allem Gesätzten wohlig-übel wird davon, die Staben sich zu Büchern scharen. Oh satte Lyrik!, oh wütende Zeilen! Ob klebrig-antagonistischer Schmiss oder episch-nüchternes Worttheater: alles wird gewissenhaft beizeiten gezeugzigt. Das Wort Knusperhäuschen: ein kratziges Schreibeisen, das knarrende Laute zu leisem […]

Märzend

Sonntag, den 30. März 2014

Knorrige, windende Äste; in Erwartung eines reichen Sommers recken ihre Knospen tief hinein in weite Frühlingshimmel Wenn Abend naht, neigt still Zephir sein kräuseliges Haupt, das Licht summt aus; es bleibt der Duft von jungem Grün

Abyss der Mitte – oder wo die Nacht Freiheit kreißt

Sonntag, den 30. März 2014

Viele Leute arrangieren sich mit dem Status Quo. Sie sind keine besonders dummen, keine besonders ängstlichen Mitbürger. Nein, ihre Affirmation speist sich aus dem “Never change a running system”-Gefühl. Wohlgemerkt nicht: “Never change a winning team”. Denn Gewinner gibt es immer weniger. Aber man möchte noch nicht wirklich etwas riskieren um Veränderung hervorzurufen, geschweige denn […]

Golfspiele, rot

Samstag, den 29. März 2014

Warmer Wind, der pfeift; in allen Nischen: Hauch von Minze und Jasmin Auftauchende Salzkrusten; sanft wiegende Ornamentik über samtener Zimthaut

morgens

Freitag, den 21. März 2014

freude in aquarell wie die sonne schon beizt leben gut und schnell mit jeder wolke sie geizt malen doll und nass meine poren aufgeheizt es ist kühl ach lass

indiebookday ::: 22. März

Montag, den 17. März 2014

mini-art to go

Samstag, den 15. März 2014

ich träumte … ach, ich träumte. vom christian, dem morgenstern. welch’ hübscher mann! ich träumte … ach, ich träumte. vom theobald, dem tiger. welch’ schönes tier! ich träumte … ach, ich träumte. und als das licht in streifen kam war aller traum war zeit          

yz:) x

Freitag, den 14. März 2014

hippo hippo krates krater pater & empedokles dreht sich die sandale? padres sokra ßokrates sokra : soko krakra, vindibus per veni michail gorbatschow verschenkte die sowjetunion um die welt besser zu machen george bush nahm das geschenk an ohne die welt besser zu machen topp : oppa hoppa thomas hobbes

x:) yz

Freitag, den 14. März 2014

magnitudo quantitas quanti quanti magnitudo magni magni addidas chanti chanti verbo liudo verba verba quantitas quanti quanti verbliudo magnitudo addidas addidas nix verbo judo chanti chanti koka yuko koka brujo magnitudo ippon nippon chantitas, quanti chanti resto liubo

Die Sprachorthese

Freitag, den 14. März 2014

in flammenden Stunden reisen geräumig zitternde Baumvölker Kunden – Schlange. was schlagen die 110 Silben in Not? – Wasserschluchten ohne Belange. zügig grüßen die Geruchlosen.

Karajan Metrik

Donnerstag, den 13. März 2014

Eingetreten zweimal, aber ausTreten Geht nur für immer Wie regiren Sie das orchiester? x Lauter : ihr Dampfbolzen y Schneller : Säcke & Tüten z Höher, höher Posthume Antwort: am besten gar nicht – – mini – art

Anmerkungen zur Dresdner Rede von Sybille Lewitscharoff

Montag, den 10. März 2014

Der Dresdner Rede von Sybille Lewitscharoff vorzuwerfen, die Menschenwürde zu verletzten, ist ein Hohn, denn gerade um deren Rettung geht es ihr ja. Liest man die Artikel, die in den letzten Tagen erschienen sind, in einem Zuge, so gewinnt man den Eindruck, die beflissenen Exegeten haben die Rede gar nicht gelesen, sondern schlicht voneinander abgeschrieben. […]