Monatsarchiv für Juni 2014

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Freitag, den 27. Juni 2014

Die Welt als Kulisse für die Abenteuer der Seele auf dem Weg – – – in die Ewigkeit, In seiner Jurte sitzend, Puschkin übersetzend

Kinderlandverschickung

Mittwoch, den 25. Juni 2014

Am Waldesrand zieh’n Feuerfüchse, sie necken helles Blau mit Schwarz und nadelnd tropfen Funken Tod. Durch Ähren fliehen Friedensrehe, sie strecken tiefes Gelb mit Braun und panisch dreschen Hufe Stroh. Im Dorfe toben Glockenstürme, sie pumpen Tümpelgrün in Rot und wütend grüßen Ketten Ruß. Des Abends schweigen Hühnerställe – Sommerstreichzeit, federweiß.

Annonce

Samstag, den 21. Juni 2014

Sinnliche Materie sucht Neue Form der Anschauung

Luftstromschläge

Freitag, den 20. Juni 2014

Den ganzen kühlen Tag schon peitscht ein strenger Wind durch volle Kronen Wie dürre Trauerweiber klagen biegsame Äste ächzend taubengrauen Wolken ewiges Leid Schütteln verloren im brüllenden Rausch weißer Wehen tausende Kinder den Himmeln entgegen

werktage

Donnerstag, den 19. Juni 2014

die zeit ist weiblich und leichtfüßig wie die nacht fädelt sie jahrhunderte und liebe ein aus tüll und grobem leinen verspricht und hält nicht mund noch hand

faltenzeiten

Donnerstag, den 19. Juni 2014

mit blauer tinte gegen das vergessen schreiben von den lauten und gebrochenen flüchtet die zeit wortgekleidet in eine große liebe mit blauen augen ein leben im Wartezimmer die kinder aus dem haus am fensterbrett blühen blasse erinnerungen und hinter den faltenlidern sein gesicht

troja

Dienstag, den 17. Juni 2014

über die gefalteten dächer wirft der krieg girlanden ayhan schläft seit tagen ziehen schillerfalter ins gebirge liegen tarnnetze über karawansereien und in den ebenen flugabwehrraketen ayhan geht im traum nackt zwischen soldaten schläft der halbmond hören die schmetterlinge flüsternde stimmen in den bergen drängen truppen von allen seiten gegen die stadt auch vom meer täuschen […]

rückzugsgebiete

Dienstag, den 17. Juni 2014

mit fischen belaubt treiben häuser das tal hinab spielen jetzt quallen in unserer straße verstecken und fangen legen sich schneegedichte über die berge rehe gingen voraus und bauten nester zwischen korallen bäumen blieb zeit stehen lehnte sich eine wegwarte an deine schulter und der wind wirft wellen über die baumkronen und stimmen hernach eine lange […]

Tractatus sentio-cassus

Dienstag, den 17. Juni 2014

Wenn ich über nachdenke, ist mir, als und mein fühlt sich ganz an. Es beginnt mit dann folgt bevor – endlich! – nach einer einsetzt. Besser in solchen ist doch sicherlich und lieber, wie formulierte, von zu schweigen.

Nr. 13

Montag, den 16. Juni 2014

tutti ( 4 – 2 – 3 ) –> 9 — 2 — 2 pulsierendes Rauschen

Wahlkreise

Sonntag, den 15. Juni 2014

Vorm Spiegel geübt Krawatte gebunden In die Kameras gegrinst Roter Spuk mit schwarzen Flecken Das Müsli gelöffelt Judith Butler gelesen Die Kurzhaarfrisur geföhnt Grüner Spuk mit rosa Flecken Die Haare gegelt Den Logenring angelegt Obdachlose Penner genannt Gelber Spuk mit blauen Flecken Die Fresse aufgemacht Die Bullen ausgelacht Auf die Stiefel gespuckt Schwarzer Spuk mit […]

Duftende Wolken : verkokeltes Gras

Samstag, den 14. Juni 2014

Berlin bespaßt seine Besucher : Freitagnacht Am Kottbusser Tor brennen die Lichter : der Friseur Verpaßt dir eine frische Mähne : damit du tanzen Kannst : am Spreeufer entlang : auf den Stadtstränden Durchs Oscar Wilde : überall leuchten dir Lichter In Trauben stehen die Leute herum : über den Köpfen Duftende Wolken : verkokeltes […]

Kunstwerk Nr. 14

Mittwoch, den 11. Juni 2014

r h y t-h-mu s : ( 3 – 2 – 3 ) –> 8 — 3 — 3 i n n ere Historizität : __ Axiom Postulat S a t z “Ohne Ende kein Anfang” “Es ist so, sieh” “Wenn es zu Ende ist, sieh. Und siehe. Es ist__ pro b l m-t-s rng […]

Minima Moralia

Donnerstag, den 5. Juni 2014

Da sagt einer von sich, er sei kein politischer Mensch, denn ein solcher hungere – arm an Vertrauen. – Wohinein überhaupt? Ein anderer behauptet, wäre er ein mitfühlender Mensch, blutete er sich ja zu Tode – ein Tränenbruder, das Rote. – Wozu auch? Die Dritte, starr, schweigt, es fällt ihr sichtlich schwer sich menschlich zu […]