Monatsarchiv für September 2017

das Licht

Samstag, den 30. September 2017

gesetzt einige Augenauf-, zig Herzschläge lang etwa bis in den zwölften Stock hoch lang es gäbe DEN WILLEN was wollte das Licht beim geöffneten Flurfenster dann: die Atemluft erhitzen? das Gelb gelber das Blau blauer machen? den Schweiß trocknen? Schneisen schlagen? Verwandlungen verlangsamen beschleunigen? wohl nichts anderes als zwischen den Zweigen allerorten Lichtungen säen das […]

was ist Erinnern?

Samstag, den 30. September 2017

ein Gruß, ein Wink, Bedingung oder Dünger die letzte Ware: dass es was gab Fragen, in sich verzweigt, davon hast du abgezweigt selbst im Gruß, die Verstecke fürs Umwachsen (was ist Erinnern?)

Plong!

Dienstag, den 26. September 2017

Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! Holy! ______________________________________________________ Allan 1955 Sie unterhielten sich, sie kopulierten. Sein Gang war ihr eine Erinnerung an bessere Zeiten, ihre Brüste ihm ein Sahnebaiser. Sie traten gemeinsam auf an der Place de la Concorde. Sie feilschten und sie schlugen sich. Sie ondulierten, […]

Blattmatsch (Flucht und Wiederkehr XVIII)

Montag, den 25. September 2017

‘Ja-Gen‘. Ein dackelhaftes, mit sabberndem Eifer kravattiertes Wort. Genaugenommen bezeichnet das Ja-Gen eine oft sozialdarwinistisch aufgeladene Befürwortung biologischer Beißreflexe. Das Ja-Gen ist gleichzeitig ein Euphemismus und findet nur deshalb Verwendung, weil die Anhänger des Ja-Gens die u.a. von Soziologen postulierte Existenz bzw. die damit einhergehende Signifikanz eines ‘Nein-Gens’ vehement ignorieren (ein Bestreiten ist nicht möglich, […]

Lichterscheinungen über der Salzwüste

Montag, den 25. September 2017

Pferde und Menschen in den Tiefen der Geschichte, Tiere allein mit ihren Gedanken und ein Gefühl als ob die Dinge ihr Universum einfach abgestreift und es einmal gewendet hätten wie einen alten Mantel. Seine Unterseite war gefüttert, ein Sternenmuster prangt nun über unseren Köpfen und scheint sagen zu wollen: Ihr seid nun außen vor. Was […]

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Samstag, den 23. September 2017

Son Scheiß Leben, nachher muss ich noch zu Rewe, und dann holen wir den Sand aus der Wand.

Zum Beispiel: “wat mut dat mut”

Samstag, den 23. September 2017

http://l-lv.de/neu/product_info.php?info=p1079_katkus–laurynas–moskauer-pelmeni.html XXX die Menschheit: eine irre Oberfläche, die sich mittlerweile selbst imitiert; der Mensch im Theater nach Entsorgung aller seiner Götter. Oder war da noch etwas? Eine Zahnlücke im Denken? Eine Zaunslatte im Gehirn? Oder gar ein Zaunpfahl? Nur ein Faun, der seinen Nachmittag genießt Opfer der SCHÖNEN ERINNERUNG jaaaah, schön! muss es sein.

Ande (Flucht und Wiederkehr XVII)

Donnerstag, den 21. September 2017

“Am Anfang der meisten Projekte steht ihr Ende – denken, handeln, erfüllen. Manche Projekte sind jedoch einer solchen Natur, dass ihr letztendliches Ziel, gar das Bewußtsein von ihrer Existenz, erst im Laufe ihres Wirkungsraumes erkennbar wird. Am Ende der meisten Projekte steht ein neuer Anfang. Einige Projekte kennen kein Ende. Und die Mehrzahl scheitert. Wenn […]

Über die Schizophrenie des Schreibens (Flucht und Wiederkehr XVI)

Donnerstag, den 21. September 2017

Sie singt, er sucht, sie schleicht, er schreckt, sie schwebt, sie sieht: Er fängt sie auf – sie sinkt. Schreiben kann vieles sein, wie beispielsweise das Bewundern von Schönheit einer noch ungeborenen, nur geahnten Syntax; Formgebung, Schöpfungsakt, Tempelbau aus Silben. Bei anderen, profaneren Anlässen verführt das Schreiben zu einem trügerischen Gefühl der Kurzweile, spielt mit  […]

Sonnige Abschnitte (2)

Sonntag, den 17. September 2017

Natürlich hatte Mutter vorher jede noch so kleine Spur, die sie verraten könnte, unkenntlich gemacht. Hatte aus allen Briefumschlägen ihre Adresse herausgeschnitten, aus allen Kassenzetteln die Nummer ihrer Bonuskarte. Jedes Mal wurde es schwieriger, den Müll zu entsorgen. Mehr und mehr Mülltonnen waren mit einer Kette verschlossen. Oder standen hinter einem verschlossenen Tor. Und wo […]

Sonnige Abschnitte

Sonntag, den 17. September 2017

Ein guter Tag für Mutter, den Hausmüll extern zu entsorgen, war ein Tag mit sonnigen Abschnitten. Ich meine, ein Tag mit so Streifen. Aus Sonne, wie Caramellstreifen in Vanilleis. Was sehr Süßes und Kalorienreiches, cremig in der Konsistenz. Die Finger gleiten durch die Tastatur wie durch Sahneeis. Und man beginnt davon zu erzählen, wie es […]

Zimmer ohne Sonne

Samstag, den 16. September 2017

Ein eigenartiges Licht fiel in den Raum. Als hätte jemand einen Drahtkäfig auf uns niedergelassen. Auf bunte Tiere. Puten, Tiger, Papageien, Salamander. Ein dünner Streifen Himmel über dem Haus vor dem Fenster, sonst nichts. Wir hatten das Zimmer am Morgen, am Mittag, am Nachmittag, am Abend besichtigt. Immer das gleiche, eigenartige Licht. Monochromes Tageslicht, mono […]

NSK STAAT

Mittwoch, den 13. September 2017

Ich bin jetzt Staaatsbürgerin. Staatsbürgerin des NSK STAATS. War ganz einfach. Nur den Antrag ausfüllen, Umschlag zu, Briefmarke draufkleben, 24 Euro überweisen. Das kann jeder. I, Eleadora Stein, being of sound mind and body, hereby declare that the information provided above is true and correct. Heute habe ich meinen Pass bekommen. Den echten. Dunkelgrün. Mit […]

O.T. (fast f.A.)

Dienstag, den 12. September 2017

Was für ein Tag! Die guten Menschen nehmen ihre Maske ab, und sichtbar werden Terror, Angst und Allmachtsphanthasie. Was für ein Tag! Die schlechten Menschen sind wie stets aufs Ihre nur bedacht, was jedermann sofort erkennt als: Blasphemie. Nun kommt die Nacht. Schlaf still, und träume süß

Jetzt ist aber Schluss: Dein Vater läuft schon wieder im braunen Hemd rum

Montag, den 11. September 2017

Was müssen wir da in der Zeitung lesen: Steht das braune Hemd für eine braune Gesinnung? Eine absurde Frage – und doch haben sich Zuschauer beim ZDF über die Kleidung von Moderator Jochen Breyer beschwert. Die wichtigste Botschaft zuerst: Das Hemd, das Jochen Breyer am Montag im “Morgenmagazin” trug, war gar nicht braun – es […]