Theodor Holz

Vor einer Weile schrieb hier des öfteren ein Autor namens Theodor Holz – sein Gedicht “steifer iro auf kahlem kopf” habe ich noch gut im Ohr. Leider hat sich mit der Zeit so etwas wie eine Ohrenentzündung herausgebildet.  Und von Theodor Holz ist im Blog weit und breit nichts zu spüren – außer vielleicht Schmerzen. Mich würde interessieren, weshalb Herr Holz uns verlassen hat. Falls er dies hier liest, so möge er es als Aufforderung verstehen, uns doch wieder einmal mit seiner Kunst zu beglücken.

Holz war, bzw. ist ein Dichter, der seine Worte mit einer gewissen Hemmungslosigkeit an den privaten vier Wänden zu reiben wusste, wir erhielten grobe Einstellungen der Wirklichkeit vor der eigenen Haustür. Am stromkasten & vermeiden es
Auf den gehweg zu kotzen.
Holz macht uns hier unmissverständlich klar: es geht um die Kontur, das kurzzeitig Belichtete. Auch dann, wenn es weniger angenehm riecht, denn: Wenn die Müllabfuhr kommt, sollte der Sack auf der Straße stehn.

Dieser Beitrag wurde von frau kleist am 10. November 2011 um 19:19 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

1 Kommentar »

  1. die Langsamkeit

    keine Rückkehr : zur beschaulichen Ruhe
    des Mönchs : um Übersehenes zurückzuerobern
    die Räder der Streckbank drehen sich langsam
    grausam : die Langsamkeit : ein Schreck
    ist schnell verflogen : Langsamkeit
    kündigt Dauer an : kein Entrinnen

    Comment by theo — 16. November 2011 @ 17:20

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