Adria

verlockendes Meer : Pleonasmus
welches Meer lockt nicht : den nordalpinen
Erdwürmern ist alles recht : Hauptsache
Süden : hier stürzt der Fels steil ins Wasser

der Wind dreht tags mit der Sonne : zärtliche
Wellen : im Schatten der Steine erwartet der Priester
den Knaben : das Ornat abgelegt für ein verdientes
Schläfchen : drückend ist dieser Mittag : bei Gott

ein bißchen Regen wäre ein Segen : vergeblich
gebetet : das Knistern der Palme verrät die Geduld
des Herrn : dieser Archipel grenzt an Italien

Dieser Beitrag wurde von Federico Palatino am 29. März 2012 um 16:26 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

5 Kommentare »

  1. dieses alte manneske leiden:
    leider sehr kurzlebig.
    ein kräftiger wind,
    und das ganze fliegt
    wie die grünbeigen
    pendel an den
    schwingenden ästen
    schwarzweißer birken:
    kollektives niesen oder
    genitivgenitale verführung
    durch geschlechtsgenossen?

    Comment by crysantheme — 29. März 2012 @ 16:42

  2. ein priester ist ja keine ordonnanz (s.d.), drum trägt er “nur” ein ornat, kein orDOnat… oder? bitte um hinweise.

    Comment by eisenhans — 29. März 2012 @ 17:40

  3. lieber eisenhans, vllt. bezieht er sich hier auch auf meine bescheidene miniatur-schmähschrift “gut dass wir drüber geredet haben”. sie brachten mich selbst darauf mit ihrer schreibweise “orDOnat” – to do or not to do – das ist hier auch fürderhin tat und nicht frage.

    herzlichst, die alte kleist.

    Comment by frau kleist — 29. März 2012 @ 18:19

  4. grazie tante! eisenhans hat recht, come no! (was sich die alte da einmischt, nanana …)

    Comment by Federico Palatino — 1. April 2012 @ 21:45

  5. freue mich, dass ein nackter priester dabei herauskommt, voilá!

    Comment by eisenhans — 4. April 2012 @ 18:04

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