Im Namen der kosmischen Hirse [4]

War es derselbe Tag, an dem wir uns trafen, zwei Irrläufer in den kosmischen Weiten des interplanetaren Raums, Kometengesichter mit dem urplötzlich aufglühenden Lächeln unter einem Scheitel ewigen Eises, oder war es der andere Tag? Du fragtest nicht, nicht nach dem Unterschied desselben und des anderen an jenem Abend, seine gleitenden Bilder werden mir ewig im Trudeln eines Kindes beim Umrunden der Erdachse vor den Augen stehen, nicht nach der Zukunft der Menschheit, Karrussell galoppierender Interessen, meine Augen ertranken in der Blindheit eines Glücks, das die Züge fließender Satzfetzen trägt.

Du erzähltest mir ein Stück jener Landschaft, den unverhofften Platzregen am Ende eines langen, schwülen Tages, die dich einst glücklich gesehen hatte in deiner eigenmächtigen Darstellung des Lebens. Hoch aus dem Himmel, wo die Träume von Ungeborenen hängen, fiel ein elektromagnetisches Prickeln, jemand hatte einen Sack Hirse über den Teppich eines Kinderzimmers geschüttet, und allmählich, im Prozess der Verfestigung von Minuten aus Sekunden und von Stunden aus Minuten, zeichneten sich Muster ab im Hintergrund, dem Jenseits der in ständigem Pulsieren begriffenen Brennpunkte zweier Augen, und ich glaubte der Erzählung ohne Weiteres, dass sie sich um die Entstehung des Feuers drehte.

Dieser Beitrag wurde von Zhenja am 2. Juni 2008 um 03:09 Uhr geschrieben.

Genre: Trauersymmetrie

4 Kommentare »

  1. Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

    Comment by crysantheme — 2. Juni 2008 @ 09:16

  2. In China ist mal wieder ein Sack Hirse umgefallen…

    Comment by Logik des Traums — 14. Februar 2009 @ 15:04

  3. glauben sie tatsächlich an ein jenseits, liebes zhenja? und wenn ja, woher ahnen sie, dass sie nicht irren? ankomme im kinderzimmer ohne was und nicht woher… geben sie mir hirse.

    Comment by frau kleist — 6. Januar 2017 @ 02:05

  4. No nine, No nine, nO NINE

    https://www.google.se/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwie35uErKbRAhWHCCwKHY_tC7YQFggcMAA&url=http%3A%2F%2Fwww.azlyrics.com%2Flyrics%2Fneilyoung%2Fpeacetrail.html&usg=AFQjCNE-J1r83xEi-MXILrkHtAnIRUxEXg

    Comment by dead wo- — 6. Januar 2017 @ 09:53

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