verzagen

das schweigen
gebrochen am wasser
trunken die schattenrisse der bäume
zwischen himmel und erde
liebesperlenmusik
schweiss zerquetschter
sommernächte
bilder erdunkelt und fern
wie donnergrollen

glückselige meldodei
ihrer finsterheit schwärmerei
ein leuchten ein leuchten
meertief und golden
ich flieh in dich hinein
wie kann ich leben
weidwund dir erlegen
eine sehnsucht senkt mir
das herz

in deiner ruhe
liegt meine trotzige kraft
nimmerlaut und nimmersatt
länger die schatten nie fallen
diese typen mit deinem hut
kann ich nicht verschmerzen
ihre ahnungslose wärme
you are my favourite
work of art

wie kann ich leben
unter’m bösen stundenmond
ohne deine brandstiftende haut
gekettet an meine roten feuer
das schaff ich doch nie
rück mich zurück
ins grasgrüne licht
so kann ich dich
endlich träumen

Dieser Beitrag wurde von unica am 24. Januar 2013 um 08:46 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

4 Kommentare »

  1. wieder ein starker text. (aber wirklich: grassgrün? mit zwei “s”? das würde mich schwer enttäuschen…)

    Comment by eisenhans — 24. Januar 2013 @ 11:34

  2. oh danke und ins gras gelegt :-)

    Comment by unica — 24. Januar 2013 @ 11:53

  3. Professor und Jugendstilfrau. Wie es sich darstellt. Einer Jugendstilfrau ist die Biegsamkeit immanent. Sie gehört zu ihrem Wesen. Sie ist keine Bückbegwegung, kein Zugeständnis. Zu dem, was sie tut in der Welt. Der Professor ist das Monument. Ausstrahlung von Größe, von Alter. Ihm steht kein sich nach unten neigen. Kein Hin zur Welt, der er sagt, friss mir aus der Hand, bitte versteh mich und kauf mich. Nur sein Geständnis ist in seinem Wesen.

    Comment by frau kleist — 26. Januar 2013 @ 12:26

  4. der stinkefinger des computers ist die sanduhr.

    Comment by frau kleist — 2. Februar 2017 @ 14:52

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