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Die Weite ist nicht die Weite und die Enge nicht die Enge. Das wissen wir doch. Was also reden wir herum, was denken wir, so nach und nach, geschraubt, gedreht, gedrechselt. Ist das Freude, ist das Spiel, ist das gut fürs eigne Hirn, höhere Onanie sozusagen ? Oder ist es wirklich schon Unzucht,  denkporno …? Zu schön um wahr zu sein. Die Denkdirne, die verstößt gegen Norm und angenommne Sittlichkeit, mit Worten und Gedanken, so drall und voll, daß einem das Blut zu Kopf steigt. Wundervolle Schweinerei. Wäre das. Ach. Lasst mich Denkdirne sein. Auf der Stelle. Jungfrau. Leibeigen. Um Lohn und Brot. Käuflich. Ich denke – sie zahlen. Das wäre das beste daran.

Doch gegen wen oder was soll ich verstoßen ? Akkusativ. Der Wenfall ist eingetreten. In jede beliebige Richtung kann man schlagen, es ist kaum noch einer da, den man umhauen könnte. Alles ist Norm. Alles ersoffen. In Freiheit. Stirbt die Scham, werden die Tabus knapp. Wo sind sie, die Tabus, die ich noch brechen könnte. Her mit ein paar neuen Tabus. Aber woher.

Suche Tabu – biete Unzucht.

Die Denkdirne.

Dieser Beitrag wurde von Beke am 3. Juli 2008 um 17:14 Uhr geschrieben.

Genre: Erinnerungsbrösel

9 Kommentare »

  1. “Suche Tabu – biete Unzucht.”

    Um eines der letzten Tabus zu brechen, lesen Sie bitte die Beiträge von crysantheme aus dem April, Mai und Juni 2008. Ich räume Ihnen hiermit die Deutungshoheit über ihren Diskurs, der seit nunmehr 25,5 Jahren andauert, ein. Lesen Sie, interpretieren Sie! Für jede Interpretation, die nur den Hauch einer richtungsweisenden Kompetenz enthält, werden Konfessions-Preise ausgelobt, so unter anderem crysantheme’s Wäscheständer aus dem Jahre 1997, eine Vinyl-Sammlung ihres Lieblinges, außerdem ein Lippenstift aus dem Jahr 1983, mit dem sie einst einen Briefumschlag küsste, um ihr genetisches Material darauf zu verewigen.

    Comment by louise denkporno — 4. Juli 2008 @ 14:46

  2. Deutungen…

    Zum Beispiel Wasser, was ist W a s s e r, Bestandteil Formel Element, Regen Pfütze Fluss Bach, tief kalt heiss flach, nass klar flüssig schwer, ein Meer von Worten, alles Worte, Willkür der Vereinbarung, Ansammlung von Zeichen, Krakelei, von nachgeahmten Zungenschlägen, We-a-es-es-e-er, vergiss es, erst wenn du hinterm Wort es findest, verlierst du mit Lust den Verstand und gehst baden.

    Comment by Beke — 4. Juli 2008 @ 17:53

  3. Hinter dem Wort, die Lust. Kuckuck!

    Comment by Gesche Blume — 4. Juli 2008 @ 17:58

  4. Unzüchtige sie!

    Comment by louise denkporno — 4. Juli 2008 @ 18:06

  5. Huhu. Irrtum. Anstatt. Adieu.

    Comment by Beke — 4. Juli 2008 @ 20:48

  6. Hallo Beke, biete Akkursativ, suche Dantiv – nach Denkbild eines Vokativ in truman taler deutung. Pierre

    Comment by Monsieur Mongk — 5. Juli 2008 @ 15:18

  7. Monsieur Mongk, ah, Thelonius, ne-ce quoi? ’round Midnight, how scandalous, undress him, off minor, blue Monk!

    Comment by femme dandy — 6. Juli 2008 @ 20:15

  8. Sweeties, please abuse me as your “Leibeigen”. Buy me!

    Comment by Thunderball, the pageboy — 6. Juli 2008 @ 20:59

  9. Passing me by, my pageboy?

    Comment by crysantheme — 6. Juli 2008 @ 21:01

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