spätsommer

an dichten sommertagen
ziehe ich die blaue luft
zu fäden und spiele
darauf harfe

um mich herum
hautflügler ein paar
werden den tag nicht
überleben

du stehst auf deinem balkon
und beäugst das wachstum
der tomaten sammelst raupen
einzeln ab

die robinien in unserer straße verlassen
schon die kräfte
nur das motorrad vom nachbarn
dröhnt wie am ersten tag

Dieser Beitrag wurde von Werner Weimar-Mazur am 5. September 2013 um 08:28 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

5 Kommentare »

  1. ja – ich weiß, es ist herbst. und wir sind alle wehmütig. und das haus ist hoffentlich schon gebaut. weil sonst der rilke kommt… und die kinder in den schulen lernen lieder in moll. mama, wie kriege ich wehmut in die stimme? weiß nich, denk an was gaanz schlimmes. gut, dann denke ich daran, dass der marder mein kaninchen ausgelutscht hat. und jeden morgen gegen sechs dröhnt der nachbar mit dem motorrad an unserem schlafzimmerfenster vorbei. von april bis september. herbst ist, wenn der motor schweigt!

    Comment by rapunzel — 6. September 2013 @ 07:25

  2. oh, schön deine assoziationskette … von herbst habe ich aber nicht gesprochen, betonung liegt immer noch auf sommer, schließlich sind die eigenen tomaten am balkon immer noch nicht richtig reif geworden, und die biker melden ihre bikes ja erst zum oktober ab, noch knattern sie, ruhe ist später … ja, der gute alte rilke … und dank des marders sparst du dir im inter den tierarzt.

    Comment by Werner Weimar-Mazur — 6. September 2013 @ 09:07

  3. Es wäre ein Zustand, in dem wir alles andersartige auhalten können. Aushalten können, dass wir den anderen, den wir doch verstehen wollen, eben weder verstehen, noch begreifen können – dass er sich so entzieht. Es ist das Erleben mit einem anderen. Vielleicht ist es der grundsätzliche Wunsch, sich alles außerhalb des Selbst einverleiben zu wollen, die ungestillte Sehnsucht.

    Ich schaue auf den Fluss. Der Andere will ein anderer bleiben, doch die Farben, der Fluss halten etwas Neues bereit. Irgendwann, mit dem Blick auf die Sonntagspaddler in Feuerwehrrot, auf die von Silberweiden umstandene Terasse und die grüngestrichenen Balkone an den Häusern auf der anderen Seite sagt er, dass er umziehen wolle. I

    Comment by frau kleist — 6. September 2013 @ 12:25

  4. an wwm: bitte löschen sie doch mal den ersten absatz meines kommentars. er gefällt mir nicht und ist zudem fehlerbehaftet. danke! ihren kommentar zum eigenen text können sie frei geben, dann geben sich die anderen kommentare automatisch selbst frei. mein rat: selbst tun, denn der admin. kommt nicht – ebensowenig wie der weihnachtsmann.

    Comment by frau kleist — 6. September 2013 @ 12:34

  5. Schwelle – Sinnesschwellen

    Ort des Übergangs
    Niemandsort
    Schwelle als Ort des Fremden
    Par Excellence
    Einschlafen und Aufwachen
    Strategie der Aneignung
    Reizzufuhr
    Sinnenverkehr durch Grenzposten, Politik
    Kaskadenförmig
    An die Quelle des Seins zurück
    Selbstbezüglichkeit des Leibes
    Die Lust am Text ist der Moment
    Vom Rhythmus der Sinne
    Umfallen oder Herabfallen -fallen fallen fallen -
    Schwingungsfrequenzen
    polymodale Tätigkeit
    Synergetische Systeme
    Transversale Querverbindung
    Zögernd erfuhren wir Bewegungen
    Leib als Umschlagstelle

    Comment by frau kleist — 6. September 2013 @ 13:38

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