Sonniger Strand

Im Hexenwäldchen sprangen die Jauchzer meterhoch in den schwelenden Himmel hinan. Der See kochte friedlich in seiner Schale, die menschlichen Krebse am Ufer rösteten in der Sonne. Plötzlich flog ein Sandklumpen. Irgendwann wechselte er die Richtung und flog zurück. Ein zweiter Sandklumpen entfloh den Händen seines Schöpfers, um bald schon in der Wildnis zu zerschellen. Kuhglocken läuteten den Nachmittag ein, es war zum Ausrasten: Der Tag schaltete in den Leerlauf, weiße Flocken tanzten vor den Augen, in der Nase tummelten sich glückliche Mistkäfer. Bald schon brach die Nacht herein und setzte dem Spuk ein Ende.

(Sommer mit Catull, 7/00)

Dieser Beitrag wurde von J. W. Rosch am 23. August 2008 um 00:42 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

2 Kommentare »

  1. Der See: ein blaues Schauen
    Im grünen Hügelland,
    Wie eingewiegt vom Blauen
    Ein Traumglück: Saarow-Strand.

    Comment by Robert Becher — 23. August 2008 @ 13:16

  2. b-b-b-bl

    Comment by hajime! — 23. August 2008 @ 16:43

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