Es ist dunkel draußen. Anrufer erzählen mir von Schnee, viel Schnee. Manche hören sich glücklich an, manche nicht. Hier bei uns blieb nix liegen. Da wo ich mal hergekommen bin, irgendwie südlicher und ein bisschen weiter noch im Osten, da ist alles weiß. Hier bei uns sind die Häuser und Straßen zu warm. Es blieb nix liegen. Aber am Morgen, da hat mich helleres Hell als sonst geweckt. Es kam vom Dach gegenüber und ich war kurz glücklich. Auch wenn ich es sonst sehr gern hier mag. Es blieb nix liegen.

Dieser Beitrag wurde von Maria Clara am 24. November 2008 um 22:41 Uhr geschrieben.

Genre: Trauersymmetrie

2 Kommentare »

  1. chinesisches aquarell

    durchs zugfenster gesehen +++ bergstufen überm flachland : dahin geht die reise +++ schneegepudertes münsterland : ich suche hier keine verrückte nonne +++ einen dichter suche ich : der schon gestorben ist +++ er hat mir den blauen traum asiens geschenkt : sumatra +++ spiegel des himmels : vater & sohn erblassen +++ wenn sie tief in dich blicken : heiliger als der geist bist du +++ wenn es eine steigerung des heiligen gibt : dem meer verwandt +++ der unvergleichlichen adria : dem grauen himmel überm münsterland +++ hier suche ich vergeblich den dichter & sehe durchs zugfenster +++ ein chinesisches aquarell mit stillen schneebedeckten bergen

    Comment by Viktor — 24. November 2008 @ 23:14

  2. und es war dunkel draußen, und nix blieb liegen, und so erhoben auch wir uns und wanderten nach kurzer besinnung, die etwas vom blick in ein verlöschendes feuer hatte, weiter

    Comment by ralph und peter zenn — 29. November 2008 @ 01:13

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