Situation in Deutschland

Im Jahre 1966 sah der Bundesgerichtshof den engagierten ehelichen Beischlaf als Voraussetzung zum Erhalt der Ehe an:[1]

„Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, dass sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen lässt. Wenn es ihr infolge ihrer Veranlagung oder aus anderen Gründen (…) versagt bleibt, im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen. Denn erfahrungsgemäß vermag sich der Partner, der im ehelichen Verkehr seine natürliche und legitime Befriedigung sucht, auf die Dauer kaum jemals mit der bloßen Triebstillung zu begnügen, ohne davon berührt zu werden, was der andere dabei empfindet. (…) Deshalb muss der Partner, dem es nicht gelingt, Befriedigung im Verkehr zu finden, aber auch nicht, die Gewährung des Beischlafs als ein Opfer zu bejahen, das er den legitimen Wünschen des anderen um der Erhaltung der seelischen Gemeinschaft willen bringt, jedenfalls darauf verzichten, seine persönlichen Gefühle in verletzender Form auszusprechen.“

Dieser Beitrag wurde von frau kleist am 12. Oktober 2014 um 13:47 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

3 Kommentare »

  1. Ich sags doch: ‘S schaut eh niemand hin…
    Doch letzlich geht es nur ums “Zurück-Schauen”. Und da wäre es schon hilfreich, wenn wenigstens ein klitzekleiner Blick riskiert wird. Und wenns der Ekel-Blick ist. Actio / Re-Actio.
    Weiter-schlafen, Kleist! ‘S schaut eh niemand hin…

    Comment by rapunzel — 14. Oktober 2014 @ 10:38

  2. “ich werfe die feder weg//voll ekel, voll ekel…”

    Comment by ein rückwärtsgewandter rückwärtsgänger — 14. Oktober 2014 @ 17:35

  3. nach langen jahren wartens durfte ich endlich den unseligen pippi-kram meiner kinder wegwerfen. voll ekel, voll ekel. mir ging dieses dämlich-dominanten gequatsche der pippilotto viktualia ephraims tochter langstrumpf so aufm zeiger! zielsicher warf ich den quatsch in den mülleimer. wer will heute schon das buch lesen (geschweige denn den mist kommentieren) wo vom negerkönig die rede ist… niemand. die zeit der schmuddelkinder ist vorbei. und vor denen wurde schon franz degenhardt gewarnt: spiel nicht mit den schmuddelkindern, sing nicht ihre lieder. geh doch in die oberstadt, machs wie deine brü-ü-der!

    Comment by rapunzel — 26. Oktober 2014 @ 12:47

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