Sommerabend

In den Falten der Bettdecke
ruht Erinnern,
wenn die Tage am Horizont
aus allen Wolken fallen.
Dann hängen Melodien
am Rahmen
des gekippten Fensters,
und leise gibt der Wasserhahn
den Takt an.

Die Zeit löst sich auf
und sickert
in Gedächtnislücken.
In ihrem Wasser
bilden Pflanzen neue Triebe,
ranken sich in Träume.

Hinter den Lidern
klingt mein Name
noch nach Sommer.

Dieser Beitrag wurde von Sigune am 23. November 2014 um 12:51 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

1 Kommentar »

  1. es gibt zeilen, die nimmt man in seinen alltag auf und lächelt. “in den falten der bettdecke ruht erinnern” gehört dazu. es versüßt am späten nachmittag den anblick eines noch von der nacht zerstrubbelten bettes.

    Comment by rapunzel — 3. Dezember 2014 @ 11:00

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