“Foucault” – xy

Mein Hegel ist ein Clochard geworden.
Mein Kant bleibt Aufklärer.
Mein Nietzsche ist nun das Schwein, das er immer werden wollte.
Sei Geist der immer Schwein hat, vor allem Geist.
Sei was du bist, ohne Bedauern.
Sei was dich zu bedauern beansprucht.
Ich war kein Husserl, ich verstehe ihn nicht mal.
Ich war kein Deutscher, und euer Heidegger bleibe beim Altgriechischen wie wir unsere gestopfte Ente haben.
Ich habe Bergson gelesen und bin trotzdem ein politischer Mensch geworden.
Nicht mal Sartre hat mich daran gehindert – oh, und
wie mich das alles da ankotzt!

Dieser Beitrag wurde von J. W. Rosch am 13. Juli 2015 um 16:39 Uhr geschrieben.

Genre: Gemütstiefe

4 Kommentare »

  1. mit 52 sind nahezu alle eizellen aufgebraucht.

    Comment by frau kleist — 13. Juli 2015 @ 22:45

  2. „das lässige Streicheln über Kinderhaar und Tierfell heißt: die Hand hier kann vernichten. Sie tätschelt zärtlich das eine Opfer, bevor sie das andere niederschlägt, und ihre Wahl hat mit der eigenen Schuld des Opfers nichts zu tun. (…) Dem blutigen Zweck der Herrschaft ist die Kreatur nur Material.“

    Horkheimer/Adorno: Dialektik der Aufklärung

    Comment by Faron Bebt — 16. Juli 2015 @ 23:16

  3. Die Morallehren der Aufklärung zeugen von dem hoffnungslosen Streben, an Stelle der geschwächten Religion einen intellektuellen Grund dafür zu finden, in der Gesellschaft auszuhalten, wenn das Interesse versagt.

    in_dieselben, aho S 102, ZB Leipzig 1989

    Comment by Horkheimer — 18. Juli 2015 @ 09:15

  4. … da ist nyx mehr, nyx.

    Comment by wie mich das alles da ankotzt! — 25. Februar 2019 @ 22:38

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