Auf der Flucht

Dann packst du einfach deine Siebensachen,
verschwindest spurlos, löst dich auf in Luft.
Wird Zeit, sich auf die Socken nun zu machen,
nur raus, nur raus aus dieser dumpfen Gruft!

Am Bahnhof siehst du, es gibt viele Züge.
Nach Langensalza und auch nach Paris.
Und Brieselang? Das kennst du zur Genüge.
Was fehlt, das ist ein Zug ins Paradies.

Auf Wolken schweben, wo die Engel singen.
Wo alles Frieden und auch sonst gerecht.
Und du stehst da: Wer soll dich dahin bringen?
Was bleibt – du wirfst dich wieder ins Gefecht.

Dieser Beitrag wurde von Antigone am 14. September 2015 um 06:17 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

1 Kommentar »

  1. hermetische lyrik: auf die socken machen, ins gefecht werfen.
    lasst uns weihnachten aus voller kehle singen: “macht hoch die tür, die tor macht auf!”

    Comment by rapunzel — 20. November 2015 @ 19:07

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