Aus dem Nachlass: Situationen

Mittwoch, 12.06.91

1. Ein Mann und eine Frau versuchen, zusammen zu leben.

2. Ein Student läßt von seinem Studium und wendet sich der Familie zu.

3. Ein exakter Wissenschaftler löst sich von seinem Fach und wendet sich dem Gegenstand der menschlichen Seele zu.

4. Ein glücklich aufgewachsener Sohn befreit sich aus den Armen seiner liebenden Mutter, um sich der Welt zu öffnen.

5. Ein den Extremen verhafteter Junge wird in seinem Kampf mit der Sexualität von der Liebe überfallen, ausgeraubt und beginnt allmählich, erwachsen zu werden.

6. Ein sich der Macht seiner Subjektivität bewußt werdender Mann erkennt den Zerstörungsdrang seines Ego und kämpft um Weichheit.

7. Eine Frau schaut die Natur *** und realisiert Macht ohne Herrschaft.

8. Ein der Kunst verpflichteter Mensch sucht nach Menschlichkeit und kommt nicht umhin, sich von den Fesseln falscher Form zu lösen.

***  x O y – es

(hrsg. v. K.v.Jop)

Dieser Beitrag wurde von J. W. Rosch am 5. März 2009 um 22:27 Uhr geschrieben.

Genre: Trauersymmetrie

7 Kommentare »

  1. Hohlraumversiegelung. Die inspiereriende Wirkung der KLAPPERNDEN TASTATUR auch wenn das Klappern ein Kunstklappern ist, so existiert es doch – in unserem Ohr, many happy returns. Ich habe mich in Karl Heinz Ott verliebt, da er mir ein Autogramm gegeben hat. Wenn ein Mann meinen Geist anspricht, bin ich verliebt. Nur … läuft außerhalb jeder Konkurrenz. Nun, gesund ist er nicht, ich weiß. Wenn es dreckig geht, gibt es Falten, die liegen tief in der Stirn so wie bei ihm, meinem Liebling.
    Wie kann ich ihm nur Glückwünsche übermitteln? Er ist doch so ein toller Mann!!!!!
    Diese Umschaltfunktion macht besondersen Spaß………………………………………………………………………………………………………………………………………………….

    Dreimal Abstand halten.

    Dreimal Flussabwärts.

    Zweimal gluckgluck
    untertauchen, einmal.

    Abstand halten, wohin?

    Nach Hause.

    Comment by Liebling — 6. März 2009 @ 22:11

  2. HHHAHHHAHH! Just auf nem Fest,
    so ein Verehrer, der
    klebt wie Pattex an mir dran
    mattgrün sein Satyr, ein Beschwörer
    was Pattex Extrastark nicht kann.

    Comment by crysantheme — 18. März 2009 @ 00:12

  3. “Des einen Freud ist des anderen Leid.”

    Comment by Großmutters — 18. März 2009 @ 10:54

  4. Ein Leser versucht, eine Inskription zu verstehen, die er einst selbst schrieb.

    Comment by nikosia — 19. März 2009 @ 11:25

  5. Paradig oder syn, das ist hier

    Comment by die frage — 20. März 2009 @ 08:53

  6. Jede Form ist falsch und richtig zugleich.

    Comment by Unwissender — 22. März 2009 @ 20:27

  7. Zu Punkt 7: Schöner Gedanke, doch warum eine Frau?

    Comment by noch eine Frage — 22. März 2009 @ 21:55

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