geträumt : ich träumte

Ja : ich habe geträumt : ich träumte
Vom Großen Meister : einem untersetzten
Mann : den du anhimmelst : dem du

Allerlei vermeintliche Wahrheiten
Über mich erzählst : von dem du
Erlösung erhoffst vor deiner Flucht

Nach Amerika : doch er ist schwul und lässt
Sich von dir nicht becircen : souverän
Stolziert er davon : ich erblicke

Seinen wackelnden : halbbekleideten
Hintern : ein Pavian ist unser Meister
Von seiner Gunst hängen wir ab : er

Lobt und er tobt : er zieht
Die Strippen : damit wir
Nicht aufhören zu tanzen

Dieser Beitrag wurde von Nyx am 3. Januar 2016 um 11:05 Uhr geschrieben.

Genre: Erinnerungsbrösel

9 Kommentare »

  1. dichterische freiheit in allen ehren – jedoch hat die hier plakativ bekundete homophobie in einem literarisch sein wollenden text nyx mit kunst & kultur zu tun. und, liebe(r) nyx, reden sie sich nicht heraus mit, das ist doch eine bewusste, möglicherweise ironische geste, – nein – die glätte der worte und ihr die kehle runter rutschen als leichte kost lässt mich keine andere haltung als die des “gedichts” erkennen. das soll geschluckt werden. prost neujahr.

    Comment by samtmilbe — 3. Januar 2016 @ 13:33

  2. ein wenig zu hart, liebe samtmilbe. der text steht doch im sozialen kontext des dichters. wir wissen objektiv nichts über nyx. wir können nur vermuten. und, seien sie ehrlich: waren sie nicht auch mal plakativ? so ein klitzekleinwenig – damals…? once i had an dream – haben sie nyx gehabt?

    Comment by jugendfreund — 13. Februar 2016 @ 09:53

  3. der große meister wird für mich immer stefan george bleiben. und ob er schwul war oder nicht – er hätte sich nie erlaubt, nicht einmal vor sich selbst, mit dem halbnackten hintern zu wackeln. hier haben wir es eindeutig mit einer dichter-fantasie zu tun. das ist nicht verboten, doch ich bitte doch um etwas mir stil. noch vor 2 jahren studierte ich – in bochum. mag sein, dass ich im blog polemisch auftrat. ich lebe nun auf dem land, konnte mir ein zwangsversteigertes grundstück leisten. probierte verschiedene lebensstile aus, seitdem. es ist still geworden, seit der goldfisch tot ist. die angst vor der weite habe ich verloren. und dieses … loch hier kommt mir doch ein wenig eng vor, lieber jugendfreund. oder sind sie doch eine jugendfreundin? (durch die gartenarbeit hier draußen habe ich nämlich kräftige oberarme bekommen).

    Comment by samtmilbe — 13. Februar 2016 @ 13:36

  4. enges loch ein wenig zu eng – tärä,tärä,tärä!

    Comment by mainzerproll — 13. Februar 2016 @ 13:41

  5. schämen sie sich! wo ist ihr styl? sie flegel, sie!

    Comment by dr. stefan — 13. Februar 2016 @ 13:42

  6. katharina, bist du es?

    Comment by ulrike — 13. Februar 2016 @ 13:53

  7. kathi ist die tochter von(m) a. … die ist richtig nett, ganz der papa. hat ein sonniges gemüth. und deshalb: weit auf und rein mit der sonne. auch wenn ein frisches lüftchen weht. es gibt ja immer noch ein paar windgeschützte hauseingänge.

    Comment by samtmilbe — 13. Februar 2016 @ 14:32

  8. uuuh – uv! vom winter sorgsam geblässte haut verheiß jugend, verheißt stil. caterine verlässt ihr apartment nie ohne protectione. dr. stefan hat es ihr geheißen. als gehorsame tochter, zu der a. sie erzogen hat, nimmt sie demütig den rath des arztes nicht nur an, nein, sie verinnerlicht in, saugt in auf. ob das wohl an dr. stefans ausstrahlung lag? caterine errötet und wehrt zaghaft ab: da sei nyx.

    Comment by belleepoche — 13. Februar 2016 @ 15:27

  9. - in = ihn – da habe ich mich wohl in der epoche geirrt.

    Comment by belleepoche — 13. Februar 2016 @ 15:28

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