BEGINN

Es ist kein Traum
wenn wir
am Anfang
eines Weges stehn

Den Blick
schon halb
zurückgewandt
als wären wir
noch nicht geboren

Und könnten uns
noch ungezeugt
auf unser Nichts
in einem
unvorhandnem Raum
berufen

Denn auch bis dahin
sind wir nur
gelangt
mit der Erinnerung
an eine lange Nacht
in der noch
keine Sterne brannten

Und nichts
in diesem Dunkel
sich erkannte
weil es sich nicht
unterschied

Bewegungslos
und doch ein Schein
Unmöglichkeit
wie ein Reflex
des Unvorhandenseins

Der zitternd sich gebiert
zu einem einmal Eins
das niemals aufgeht
wie die Sonne
überm Firmament

Der Stufe
die schon eine Treppe ist
hinauf hinab
man kann es
jetzt schon sehn

Es ist ein Traum
wenn wir
den Anfang
eines Wegs erkennen

Es ist ein Traum
wenn wir beginnen
ihn zu gehn

Dieser Beitrag wurde von Andreas Hegewald am 26. März 2009 um 00:18 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

3 Kommentare »

  1. vers 3, vorletzte zeile:
    bitte korrigieren:

    in einem
    unvorhandnen Raum (statt “unvorhandnem Raum”)
    berufen

    Comment by herbert kollenz — 26. März 2009 @ 20:10

  2. Bei einem Zeilenumbruch sollte man nicht gleich mit umbrechen, sondern in dichterischer Freiheit auf der nächsten Zeile weiter flattern.

    Comment by Andreas Hegewald — 28. März 2009 @ 11:30

  3. Wie sang doch Karel Gott so schön: “In einem unbekanntem Land…”

    Comment by Herbert Hegewall — 29. März 2009 @ 12:19

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Hinterlasse einen Kommentar