Still-Leben

Jahr um Jahr geht
ins Erinnern ein, und noch immer
derselbe Märchenmond,
dieselben Paradiese.

Schwer drückt die Zeit
auf die Seelen, die schon
gestorben sind an den Kriegen
oder am Leben.

Unendlich die Nacht,
die kalt in die Fenster weht
mit ihrer Trostlosigkeit, der Angst
vor dem Dunkel.

Und wir denken,
das alles müsse für ewig sein,
unwandelbar, dieses Ungreifbare,
das uns gefangen hält.

Dieser Beitrag wurde von Antigone am 12. April 2016 um 09:49 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

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