Kunst

Schnee wird sich dieser Landschaft bemächtigen. Flocken aus Kunststoff, Flocken aus Metallsplittern, die beim Feilen in den Fabriken abgefallen sind – oder irgendeine erfundene Substanz treibt im Glas umher, unter einer gläsernen Kuppel mit blauem Boden. Das Glas verzerrt und bricht die Dinge, denen man es entgegenhält. Die Dinge drinnen sind angeklebt und kennen keinen Auftakt, kein Fortschreiten. Ein Fest für den Schnee, die einzige Witterung dort drinnen. Der Schnee ist eine Attrappe für Kinder. Vergessen ist, das der Winter kalt war und zu lange gedauert hatte. Der dort drinnen bleibt da.

Dieser Beitrag wurde von crysantheme am 15. September 2007 um 23:34 Uhr geschrieben.

Genre: Trauersymmetrie

3 Kommentare »

  1. Nomaden sind keine Monaden.
    Aber Platon, sehr gut.
    Und daß es einen Ausgang gibt aus der Höhle.

    Comment by Leser eins — 16. September 2007 @ 15:48

  2. Der Schnee ist ein Kind ohne, fast Großtrappe, nicht mehr Eden – auf der ewigen Suche nach Glück, Körper.

    Comment by Leserin — 17. September 2007 @ 09:08

  3. Der Schnee ist lautlos, weiß und meistens kalt. Das ist Fakt.

    Comment by Kunst — 26. November 2007 @ 18:55

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