Tischgespräche IV

Mancher wäre gerne seinen Tisch los doch ihm fehlen vier Beine.

Er saß lange auf die Platte. Dachte. Buchenholz, exotischer. Das fast zehnjährige Protokoll eines Scheiterns auf der Suche nach dem Feuer war der gefeaturete Affront, der zusammenformte. Danach haengt im alten Klischee der Zopf wie ein Zaunpfahl den Turm herunter. In der Vorhalle vom Finanzamt starb er schließlich den kleinen Tod. In Herbstlaub, Kind und Gartenlaube. Genug Holz gemacht. Späne fallen. Das Ende nach dem Ende nur eine neue such*

 

 

Dieser Beitrag wurde von schwaene werden nicht gegessen am 3. Juni 2016 um 09:09 Uhr geschrieben.

Genre: Rezensionen, Trauersymmetrie

8 Kommentare »

  1. ich glaub’ ich hab nen stromkreis im mund…

    Comment by frau kleist — 21. Januar 2017 @ 23:48

  2. Stromkreis? Sprechdurchfall, wenn ich so die Kommentarleiste sehe. Zurückhaltung ist eine Zier. Mensch, haben Sie nicht was anderes zu tun als sich hier fleißig selbst zu bespaßen?

    Comment by rapunzel — 22. Januar 2017 @ 08:57

  3. meine küsse schmecken moralinsauer, der speichel ist eine batterie.

    Comment by frau kleist — 22. Januar 2017 @ 10:00

  4. er saß lange auf der platte. die platte hatte ein magnetfeld und war elektrisch geladen. mit einer holzplatte hatte er nichts im sinn. wo schwirrt schon ein stück holz durch den weltraum – metallteilchen hingegen finden wir fast über-all. dna – auch holz hat dna – suchen wir hingegen vergeblich. doch das ist kein grund traurig zu werden: denken wir nur an das foucaultsche pendel. auf ihm ruht die kraft des gesamten universums. und sein hintern da auf der platte hat sicher ne ähnliche kraft. sitzen ist universelle kompression.

    Comment by frau kleist — 22. Januar 2017 @ 22:26

  5. frau kleist hat recht. es wird zeit, sich mit dem strom im eigenen körper zu beschäftigen, insbesondere in zeiten, in denen die kollektive verblödung, die hirnliche verschwammung und die auflaugung der alten werte gerade erst am anfang ist. gegen die verblödung hilft nur bücher schreiben.

    Comment by schwaene werden nicht gegessen — 22. Januar 2017 @ 22:36

  6. Ach, das Lesen guter Bücher würde ja schon ein Anfang sein…

    PS: Was genau sind den “alte Werte”? Bitte mal genauer arbeiten bzw. formulieren. Sonst wird das nix mit dem Buchschreiben. Also ein gutes Buch. Was man und ich auch lesen will.

    Comment by rapunzel — 23. Januar 2017 @ 09:12

  7. Anstand, heile Hosen, gute Tischmanieren.

    Comment by frau kleist — 23. Januar 2017 @ 14:20

  8. Das ist ja man dürftig. Dürfen es denn auch heile Röcke sein? Was bspw. ist mit der Konservationsfähigkeit? Sie sprechen mit sicher zu: Die ist heute elektronisch verkümmert.
    Gesellschaftliche Umgangsformen? Gut, verbuchen wir unter Anstand. Was ist Anstand?
    Tischmanieren? Nur tapfer das Besteck halten? Oder mehr nachdenken über den Wert des Essens an sich? Wie stopfe ich was warum in mich hinein?
    Mahlzeit und bis zur nächsten Mail verbleibe ich mit besten Grüßen.

    Comment by rapunzel — 23. Januar 2017 @ 15:39

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