Nachtgedanken

Wenn alle Sätze schon gesagt sein sollten,
die je die Dichter kunstvoll aufgeschrieben,
und wenn das dumpfe Schweigen nur geblieben,
schlägt bald der Ungeist seine frechen Volten.

Nie wurde braves Ducken dir entgolten,
der Widerspruch hat dich recht oft getrieben,
er ist die böse, rabenschwarze Sieben.
Und wärest doch so gerne unbescholten.

Dir fremd und von dir selbst wie losgerissen,
bemühst du dich, die Zeit zu überleben,
hoffst, dass dir eine kleine Sonne scheint.

Du wühlst dich nachts ins warme Ruhekissen,
sagst dir: Es wird sich alles, alles geben.
Und weißt es doch genau: Dass du gemeint.

Dieser Beitrag wurde von Antigone am 14. Juni 2016 um 05:56 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

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