unleserlich

Es gibt welche, die Können richtig schreiben, andere Können es nicht. Die Verlegenheit der Sätze, die Nun mit Ansehen mussten, wie sie da lag in ihrer Scham. Eine Reihe von Krügen zerbrochen, eine Erfahrung voll Leid dreigesprungen, eine geplatzte Trommel. Im Grunde war nichts. Das Moos feucht, die Möse faucht. Er hat sich in den Kopf gesetzt.

Bilden Sie einen Satz! Nun haben Sie einen gebildeten Satz.

Aber gewiss doch, sprachen die Wörter. Er soll alles Enthalten können. Einzelne Sonst, vorgestellte Nun, irgendetwas Wie eine Geträumte substanz etwas Das eine Geträumte identität, eine chiffre Für etwas Das zu dechiffrieren mehr mühe Macht als die geheimsten Oder die Nicht lockerlassen. Aber es gibt ja die Forschen und Dichter, die Nichts hinterlassen und es aufsuchen, und die Es immer wieder um den Verstand bringt. Das helle Ich auf mit meinem helden Mut. Aus Heit und Keit bildete er Heiterkeit. So stand er dazwischen. Das Gehörte zu den Dingen die ein jeder Machen durfte. Er würde ohne Punkt und Komma zu ihr Reden.

Ein welker Ruhm, eine traurige Geschichte, ein halbverhungerter Trompetenton, eine triste Weise, ein Kind, eine Maske, eine Person und eine Träne, ein weißes Gesicht, ein schwarzes Cape und eine Bewegung der Langsamkeit. Ein Aufrichtiger schrei, ein richtiger Aufschrei, trotz seiner Leisheit ein Schrei.

Wie konnte er das Nur aushalten. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, dass er etwas Ereichen könne. Wenn er sich auch der Welt entzogen hat, weil er von ihr Aller inhalte beraubt Würde, so kann er sich nicht sich selbst entziehen.

Wenn ich das Zu einem einzelnen Sage, scheint es doch ziemlich klar zu Sein, welches Ich sich da rührt und was mit dem Satz gemeint ist, in dem Ich sich rührt. Aber wer einer ist, das Weiß kein Mensch. Was lag ihm schon daran. Es tat sich schwer. Es gab nichts Umsonst. Es gibt etwas Das ist etwas das Es gibt. Wie könnte es ihr Besser gehen. Eine Weile hatte es ihn am Kopf getroffen. Am Liebsten würde er sich verschwinden lassen und dem Kampf aus dem Weggehen.

Wer anders Ließe sich dies Gefallen als er. Der Nicht das Geringste mehr von ihr Wissen wollte. Er sollte vorher darüber nachdenken. Es würde nach zwei Seiten wirken. Nach der Einen schon würde es ihm besser gehen und nach der Anderen wäre er wie der Geheilt. So lange wollte er Ausharren. Es hätte wahrhaft sein Stolz sein Können. Ein Einsamer. Er samt sich ein.

Er wollte nicht von ihr Erzählen, was ginge das Auch irgendjemand anderen etwas An, niemanden außer ihr Und ihm. Er kam einfach nicht daran vorbei, etwas Verändern zu müssen. Alles war mit ihr Verrutscht. Er wies das verrückte Glied zu Recht. Und alle Worte sahen zu. Nichts War einfach und natürlich. Diese haarige suche Danach. Das Vergaß er ihr Nie. Wenn sie völlig daneben lag, gab sie es rasch zu. So ging alles Von selbst. Er trieb es auf die Spitze, nun saß es da oben und hielt sich fest.

Vom Anblick ihrer Hände geschlagen schlüpfte er mit Schwung in eine Andere schrift. Selbstredend verweigerte sich eine Idee jedem Beifall. Doch wenn sie sich Lob reden ließ, stand ein Scheunentor offen. Wie weit stand ein Scheunentor offen. Seinen Weg finden hieß seinen Weg finden. Die Verzweiflung in Worte gefasst ist die Verzweiflung in Worte gefasst. Alles Andere war alles Andere. Ich will dem Ins Auge sehen. Nun hatte er alles Beisammen.

Es hat nichts Geholfen.

Nun fing alles Wieder von vorne an. Nun hatte alles Angefangen. Nun war es wieder da. Alles Vordere wurde nach hinten verschoben. Und alles Spätere stand jetzt vor ihm da. Es bequemte sich kein Satz zu sterben. So machte er sich einen bequemen Satz. Jetzt hatte er einen bequemen Satz gemacht. Nun wollte er ein Datumschreiben. Jetzt würde er sich speichern.

Nun habe ich mich abgesetzt und will ein wenig nachdenken, dachte er. Er gab sich einen Stuhl. Nun saß er und dachte ein wenig nach.

Die Schwierigkeit, dachte er, ist, man sitzt so herum und denkt lange nach. Man ist mitten im schönsten Nachdenken und dann muss man aufschreiben und das Allerschönste nachdenken ist im Eimer.

Nun hatte er gesessen und würde wieder aufstehen. Das Aber tat nichts zur Sache.

Er tat immer so, als stünde ihm und ihr Noch immer eine Unzahl von Tagen bevor. Nun ging alles Wieder von vorne los. Alles Weitere würde vergebens auf die Lange bankgeschoben. In jedem Schlaf entsteht ein Neuer tag. Nun hatte er auch noch den Vor sich. Von nun an setzte er sich über alles Hinweg.

Nichts hat ihm die Sprache verschlagen, nichts das Wort abgeschnitten. Ihr war nur etwas Entfallen. Er hob das Gerne auf. Er würde sehen, was der Tag brachte. Nun hatte er sich ausgesorgt.

Seine Hand legte sich auf ihr Herz. Willst du mich kontrollieren. Wie nur konnte sie ihn an ein Bild verraten. Was konnte es ihr Schon bieten. Diese blinde Furie mit der furchtbaren Schere.

Mit einem Maler war sie weg mit einem Maler mit einem Mal. Es war ihr Vollkommen misslungen. Wie lange sie das Aushalten konnte. Er hat sie in ihrer vollkommenen Schönheit gesehen. Sie ist ihr Entglitten und in tausend Stücke zerschellt. Zerschollen liegen sie nun da. Doch alle Können repariert werden. Und es ist Wohl tuend, dass man wird alles Reparieren können. Da alles Zerschnitten ist.

Dieser Beitrag wurde von Herbert Kollenz am 13. Juli 2009 um 08:37 Uhr geschrieben.

Genre: Trauersymmetrie

10 Kommentare »

  1. das Wort zwischen die Finger kriegen und zu Schnipsel zerreißen, bis nichts mehr übrig bleibt

    Comment by Herbert Kollenz — 14. Juli 2009 @ 16:00

  2. Mit ihr Würde er alles verlorene Wiederfinden.

    Comment by Herbie — 15. Juli 2009 @ 04:45

  3. VerIrrungen..VerWirrungeN
    alles haT seine Würde,
    auch die SPrache, die LiebE zum gesrpochenen WorT…..
    WortE einSam daLiegend, geTreten, geTrennt……….
    unVerständlich…VerständnisLos…
    man möchte IHnen helfen…
    aufersteheN zu EINEM ganzen SinN

    Comment by Mondlicht — 15. Juli 2009 @ 10:38

  4. Schon vor Jahren, damals, als Edith noch lebte, hatte ich die dunklen Krawatten nicht mehr zu den Diners angelegt. Marotten. Doch dann, als meine Manneskraft vorübergehend nachgelassen hatte, die Freunde werden sich erinnern, und alle Herren unter Ihnen werden es sicherlich ein wenig nachvollziehen können, wagte ich es, noch einmal komplett in Schwarz zu erscheinen. Manneskraft gewann ich zwar wieder, doch die vielen kleinen Affären, die auf dieses Ereignis gefolgt waren, waren derart beeindruckt von meiner ernsten Garderobe, dass ich mich hütete, mich von ihr zu verabschieden.

    Comment by f. — 18. Juli 2009 @ 14:47

  5. Oh, nein! Bitte nicht!! Aaarrrgh!!!

    Comment by Ein Kritiker — 2. August 2009 @ 07:37

  6. Na, so schlecht ist der Text ja auch nicht, lies mal: “Das Gehörte zu den Dingen die ein jeder Machen durfte.” – Aaah. Aaarrgggh!!!

    Comment by Zweiter Kritiker — 2. August 2009 @ 07:40

  7. Ich schaue nicht hin, ich schaue nicht hin, ich Schaue nicht hin – aaarrrrrrrrgggh!!!

    Comment by Dritter Kritiker — 2. August 2009 @ 07:45

  8. an Nummer 5 + 7
    was ist Aaarrrgh!!! + aaarrrrrrrrgggh!!! waere nett, mich das wissen zu lassen

    Comment by hekoll — 2. August 2009 @ 08:39

  9. Der Text ist etwas unklar. Für die veränderte Großschreibung ist keine künstlerische Notwendigkeit erkennbar. Stilistisch geht der Text eher in Richtung Poetry-Slam als in Richtung Literatur. Der gewollte Überraschungs- und Witzeffekt von Schöpfungen wie “Nun habe ich mich abgesetzt und will ein wenig nachdenken, dachte er. Er gab sich einen Stuhl. Nun saß er und dachte ein wenig nach.” ist ein wenig vordergründig.
    Ist wohl eher Poetry-Slam in Schriftform.

    Comment by einem vierten Kritiker — 2. August 2009 @ 14:56

  10. Ich muß L.Thacker, Indien,1935,
    zitieren:
    Das Wort schläft tief und fest unter
    der Decke des Adjektivs.
    Soll ich es aufwecken?

    Comment by LuxL. — 4. August 2009 @ 13:52

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