Casting

Der Wunsch,
niemandes Zeitgenosse zu sein,
nicht dieser Zeugen, nicht dieser Orte,
nicht des Wahnwitzes Zeit.

Die Wahrheit
liegt im eigenen Anblick, der uns
erschüttert, solange wir
das Innere des Spiegels suchen.

Ins Schweigen fallen
am Ende. Die Rollen besetzen, sich
ein Bild machen, das sich auf dem Markt
der Gesichter verkaufen lässt.

Dieser Beitrag wurde von Antigone am 18. September 2016 um 03:13 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

5 Kommentare »

  1. Beim Posten dieses Gedichtes fiel mir auf, dass sich die Uhr von Inskriptionen in der Winterzeit befindet. Nun weiß ich nicht: Noch in der Winterzeit – oder schon in der Winterzeit. Wer aber außer Inskriptionen kann das entscheiden?

    Gruß, Antigone

    Comment by Antigone — 18. September 2016 @ 03:39

  2. Das ist das Geheimnis der Inskriptionen: Ihrer Zeit voraus oder eben hinterher. Wer mag das entscheiden?

    Comment by Murmeltier — 18. September 2016 @ 06:53

  3. Murmeltier, auf einen Witz würde ich hier schon Wert legen.

    Comment by Antigone — 18. September 2016 @ 12:33

  4. Der Wunsch, niemandes Zeitgenosse zu sein, nicht dieser Zeugen, nicht dieser Orte, nicht des Wahnwitzes Zeit. Die Wahrheit liegt im eigenen Anblick, der uns erschüttert, solange wir das Innere des Spiegels suchen. Ins Schweigen fallen am Ende. Die Rollen besetzen, sich ein Bild machen, das sich auf dem Markt der Gesichter verkaufen lässt.

    Comment by So wäre es ja was gewesen! — 19. Dezember 2017 @ 22:07

  5. Übrigens, eins der besseren. Wir bekamen es zunehmend mit der “Hausmannskost” zu tun. Warum? Waren wir nicht auch?

    Comment by Jemand fühlt sich diskriminiert — 19. Dezember 2017 @ 22:09

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