Der Hüter der Herde

Der Hüter der Herde ist allein : ohne sich einsam zu fühlen
Sonne : Gras : Mondschein sind seine Begleiter
Er sieht sie : er fühlt sie und daher liebt er

Er denkt nicht darüber nach : weil er nicht nachdenkt
Spürt er keine Einsamkeit : keinen Haß : keine Rache
Weil er nicht nachdenkt : ist er nicht enttäuscht

Wer kann den Mondschein hassen : vom Gras enttäuscht sein
Sich an der Sonne rächen : der Hüter der Herde
Spricht mit allen : indem er schweigt

Dieser Beitrag wurde von Alberto Cahier am 27. September 2016 um 13:55 Uhr geschrieben.

Genre: Trauersymmetrie

15 Kommentare »

  1. GOTT!

    Comment by Ums Eckchen gedacht — 27. September 2016 @ 16:14

  2. Ich finde, das sieht komisch aus. Hier oben ein Kasten, darunter das Dünne. Ne Porzellanfigur. Sorry, wenn Ihnen das nicht passt, aber ich bin da grad etwas empfindlich. Ohren, Augen und Nase sind gespitzt.

    Comment by crysantheme — 27. September 2016 @ 19:13

  3. Ich dagegen habs mir schon notiert in mein schlaues Heft hinein,
    da kommen nur die Guten rein.
    Die ganz Guten!

    Comment by cahier d'activités — 27. September 2016 @ 20:07

  4. Soso, Sie spitzen also Ihre Sinnesorgane wie die Sicherheitsorgane früher…da bin ich auch empfindlich, janz empfindlich, liebe crysantheme. Dat kann ich nich ab, da krieg ich Pickel. Fiese Dinger, sach ich Ihnen. Wissen Sie, die hatten da so Hefte, da stand nur das Gute drin. Dat janz Jute, wie Vattern immer meckerte. Dat Gelbe, die Sahne obendruff. Nich alles, was einige glauben. Nur das Gute zum Ausschlachten. Ich kann das eben nicht ablegen, das Gefühl. Feiern Sie auch den 3. Oktober? Naja, ins Grüne kann man ja, jetzte, wo die eh wieder nicht so richtig gewählt sind. Da muss man die och mal unterstützen, wa?

    Comment by security — 27. September 2016 @ 20:53

  5. Reden ist Gulasch, aber Schweigen ist Sahne. Nicht denken, um nicht enttäuscht zu werden. Auch eine Methode, sich aus der Welt zu stehlen. Werdet Hüter der Herde, dann braucht keiner seine unsäglichen Nichtgedanken aufzuschreiben und uns hier zu kreieren. Ganz schön schlau, lieber Alberto Cahier. Apropos schlau: Kein Komma auf der Tastatur?

    Gruß, Antigone

    Comment by Antigone — 28. September 2016 @ 10:04

  6. Keine-r und Kein-e, liebe Antigone. Ganz schön schlau, oder gibt es in Ihrem Weltbild keine Genderfrage?

    Comment by Eintopf, vegetarisch — 28. September 2016 @ 11:01

  7. Guten Tag Antigone,

    ich möchte zu Ihrem Kommentar den Anfang eines Gedichtes von “eisenhans” zitieren, das hier bereits ein Klassiker ist:

    “ein duft wie von kaffee & wurstgulasch hier
    tagesreste und gurkengerüchte
    blühen wieder wie wilde flecken auf
    mattschimmernden tischgebetstafeln”

    Comment by crysantheme — 28. September 2016 @ 11:17

  8. Was habe ich mit Genderfragen zu tun, Eintopf? Du machst dir vielleicht Sorgen um mich. Heute schon Stuhlgang gehabt?

    Gruß, Antigone

    Comment by Antigone — 28. September 2016 @ 13:22

  9. Wenn ich mich mal einschalten darf:
    Hoppla, eine Bildungslücke bei Antigone….? Wie das? Antigone outet sich als eine, die partout nichts von Gender wissen möchte. Wie altbacken! Dabei ist doch gerade Antigone, also die echte, die aus der Geschichte, die einzig wahre, nicht ihr Avatar hier auf diesen Seiten, also eben diese wahre Antigone eine Frau, die sich Freiheit und Selbstverwirklichung herausnimmt. Die frech und kühn und mutig Kreons Gesetze missachtet. Die eben nicht ihr Glück als Ehefrau und Mutter sucht.
    Antigone, Antigone, deine Fußstapfen sind groß. Zu groß für Avatare, die in deiner Hülle wie Marionetten wirken. Augsburger Puppenkiste. Hauptsache, die Grußformel steht!
    In diesem Sinne,
    Deckel zu, weiterkochen und zwischendurch kräftig würzen. Sonst wird es fade.
    D.L.F.

    Comment by Das literarische Forum — 28. September 2016 @ 15:18

  10. Es werden Zeiten kommen, da es als Zeichen hoher Wertschätzung gilt, bei der Begrüßung den Darm zu entleeren.

    Comment by Anlage Harmonie — 28. September 2016 @ 22:23

  11. Guten Morgen! Nun aber flott…
    Hallo! Heute schon geschissen?
    He, du siehst echt Kacke aus! Danke, du aber auch.
    Entschuldigung, wollen wir uns eine Brille teilen?
    Uups…! Das passiert mir immer, wenn mir mein Gegenüber sympathisch ist… – Oh, das kann ich gut verstehen, ist ja auch ein ganz besonderer Duft.

    Comment by rapunzel — 29. September 2016 @ 08:59

  12. sehr schön, rapunzel. die besondere herausforderung beim kollektiv-sch… besteht jedoch vor allem darin, dass der hüter der herde den ton angeben muss.

    Comment by Anl. Harmonie — 29. September 2016 @ 09:21

  13. …den Ton angeben… Wieder ist mir ein “Uups” entfleucht. Kochen wir dem Herdenhüter am besten Chilli con carne, viele Böhnchen für das Tönchen…
    Nun aber Schluss mit dem Schwinkram und zurück in den Vorgang, liebe “Anlage Harmonie”. Wir treffen und im Aktenschrank wieder. Oder sollte ich sagen: hören…?

    Comment by rapunzel — 29. September 2016 @ 10:20

  14. Manche Lebensform pflanzt sich fort durch Spaltung, manch andere hingegen schleppt einen großen Sack mit sich herum.

    Comment by Spaltung reloaded — 4. Dezember 2017 @ 18:10

  15. An der falschen Stelle “ja” gesagt – und man hat einen Vertrag, den man gar nicht wollte

    Comment by ja, ja — 4. Dezember 2017 @ 18:11

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