Robinson Crusoe (5)

Allein im Paradies

Das Meer hebt seine Wellen an den Strand.
Ihr Rauschen schiebt sich in die Worte.
Im Denken schäumt noch Untergang.
Das Träumen findet keine Orte.
Der Hunger zeigt sich als Bewegung.
Zähne ertasten süße Früchte.
Wasser bricht auf, wenn alles schwindet.
Ein Himmel steht und spricht zu mir.

Dieser Beitrag wurde von chlebnikov am 12. Februar 2010 um 23:27 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

3 Kommentare »

  1. Ich schiebe mir eine Scheibe Brot in den Mund.
    Der Mund, der Kiefer
    knochen, bewegung,
    hat auch mal anders
    gelautet bevor -
    ja, bevor, wovor?
    Ich schiebe mir ein Stück Toast in den Mund
    damit
    es aufhört, das
    Denken unterhalb der Raumtemperatur.
    Der Toast hat
    auch eine Intelligenz
    quotienten und der liegt
    bei vier Metern Abstand
    von diesem Gedicht.

    Comment by m. — 13. Februar 2010 @ 22:51

  2. Ich sitze allein am Strand. Plötzlich kommt ein Döner vorbeigeschwommen. Ich denke huuch! eine Insel … Das Wasser läuft mir im Mund zusammen. Gut, dass es nur schäumen kann. Ich müsste sonst arge Angst haben, dass es mir nach dem Munde redete. Dabei wollte ich doch einfach nur mal für fünf Minuten allein sein.

    Comment by chlebnikov — 18. Februar 2010 @ 00:24

  3. im schnauzbart
    klebte noch ein alter
    döner
    rest
    das ist nicht
    korrekt.
    Lies weiter Papi!
    diedonau-
    welle streichelt
    mein knie

    Comment by d.m. — 19. Februar 2010 @ 17:35

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