8´ libre

Du hast mich mit Jil Sander -
da ich hatte Clandestine Liebe liber -
bestraft wie meine deine wettergöttin wasser
wild -

Dein Jackett war schwarz aus
schwärzer noch als die
Tremoloperlen Lust auf
Schalen Lack
auf der Scheibe -
in Genuss vor dir – tier.

an – aus.

Du hast mich nicht
oft im grünen (wie palmengärten)
geführt, nicht schlenderte ich
so leicht, verlegen war,
Konfetti, Glitzer, Zeit auf Schritt
lang, vor, zurück, kurz, hin-
weg, und weit weiter weit -

schöne marie mit der goldenen scheibe.

pracht du warst die schönste hier
und nicht, aber auch wirklich nicht -s-
jenzeits deiner goldumflorten sonnigen berge
konnte, war, siebenmal haare, ein kreis sein -
aus korn
und kammer

und brei mit löffel drin
gekocht noch schöner
sonor cooler
collar – colour – in unseren an unserem
mund, lippen, augen
brauen und flog schatten,
als mit dir-

du hast dir Jil Sander auf die
Haut gesprüht
als die morgensonne silbern schien
wie eine scheibe, und die laken
an deinen tentaklen
ich vergaß, verzeih, ein halbes,
ganzes bis mittag
mich dahin

über glatten lichten bühnen
dünen nicht aus sand
aus licht waren

goldene worte marie

glutähnlich
rot und golden
nicht von hier nicht vom sand vom wasser
und nicht mehr geschwungen gezogen
nicht die passenden
nicht für deine füße
mit dem eck-zahn-förmi-gen

mintnichten minzegrün
schöner noch als Clandestine
für meine valentin-
-e- liegt komma, koma-
tös – bom-bast-ulös
Jil Sander 6/& Clandestine
ein – ein halb mal
schleife, armreife, umgreife
lieb- liegt- au fond – auf und in der scheibe – liegt –

aufond de

la

bal

let

Au
fond ce

sont deux langues
différentes

en tout

Dieser Beitrag wurde von crysantheme am 10. Januar 2017 um 21:23 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten, Trauersymmetrie

7 Kommentare »

  1. Endlich! Welch eine Wohltat nach der deftigen Hausmannskost hier auf diesen Seiten!
    Je suis enchanté.

    Comment by rapunzel — 10. Januar 2017 @ 21:53

  2. Für dieses Gedicht brauchen gewöhnliche Sterbliche eine Erklärung, damit sie wenigstens annehmen können, sie hätten gerade Literatur gelesen. Worum es geht, müssen sie ja nicht unbedingt wissen. Zu entschlüsseln gibt es hier nichts, eher mag man denken, die Autorin hätte unter Einfluss von Drogen geschrieben.

    Comment by Antigone — 11. Januar 2017 @ 09:49

  3. Ein Zitat fürs Poesiealbum:

    Kunst macht sich selbst nutzlos, wenn sie den Menschen nicht hilft, menschlicher zu werden.

    (Wolfram Schubert, Maler und Grafiker)

    Comment by Antigone — 11. Januar 2017 @ 10:19

  4. Ma petit fleur, comme c’est beau que nous sommes immortelle…
    Bisous,
    Déesse.

    Comment by rapunzel — 11. Januar 2017 @ 10:32

  5. Post Scriptum:
    Autres ordinaire. Plusieurs ordinaire.
    Intelligence extraordinaire.

    Comment by rapunzel — 11. Januar 2017 @ 10:37

  6. LA MUSE

    Poète, prends ton luth et me donne un baiser ;
    La fleur de l’églantier sent ses bourgeons éclore,
    Le printemps naît ce soir ; les vents vont s’embraser ;
    Et la bergeronnette, en attendant l’aurore,
    Aux premiers buissons verts commence à se poser.
    Poète, prends ton luth, et me donne un baiser.

    (Alfred de MUSSET, La nuit de mai)

    Comment by crysantheme — 11. Januar 2017 @ 14:30

  7. Le cœur est moi!

    Comment by Kreon — 11. Januar 2017 @ 15:26

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