Ankunft im Blauen

Weder Raum noch Zeit ver-

Mögen die Bewegung nun

Anzuhalten, jede

Schwingung ein Schrei auf

Der Bühne der Ereignisse: ich

Bin nicht mehr da

Wo die Atemzüge gezählt werden -

Die Feuerfasern geballt zur

Tanzenden Flamme; du

Bist nun bei mir & die Vögel

Haben ihren Herbst

Hinter sich, hinter sich geworfen.

Du öffnest eine Flasche

Wein & ich flüstere dir zu: sei

Nicht traurig, nicht so traurig -

So traurig bin ich, daß die

Delphine auf ihrem Weg

Durchs Mittelmeer

Abkommen von dem gewohnten

Ein für allemal fest-

Gelegten Kurs gen Ithaka. Die

Vögel sind nun nicht mehr die Vögel,

Die Delphine schwimmen nicht mehr

Durchs Mittelmeer, Grönland

Liegt vereist

Unter der Panzerhaut unserer Lippen.

Dieser Beitrag wurde von J. W. Rosch am 29. September 2007 um 18:30 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

1 Kommentar »

  1. vor uns der herbst & im winter ithaka die rückkehr aus den unbekannten gefilden der delphine – mir gefällt das gedicht, ich weiß nicht ob es auch milos gefallen würde aber das ist egal

    Comment by milos — 4. Oktober 2007 @ 22:04

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