für Volker S.

Das Rauschen im Ohr des Sprechenden -
Eine Tonspur
Im Schnee; die Worte
Wohnen im Gedächtnis,
Ankerplätze mitten im Ozean,
Wo alle Wellen zerbersten.
Zerbersten. Der Wind
Hat dazu keine Meinung,
Die Muschel verlangt nach Lippen

Dieser Beitrag wurde von Zhenja am 11. Mai 2010 um 21:37 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

3 Kommentare »

  1. Es gibt Legenden, die besagen, dass nach dem kalten Winter, dem verregneten Frühjahr irgendwann ein heißer Sommer kommt. Gefolgt von einem in reife Blätter, in Folianten gekleideten Herbst. „Kaninchen“, sage ich, „Ich halte nichts von dieser Legende, auch wenn ich sie dir wiederhole. Meine Urgroßmutter hat sie meiner Großmutter erzählt, als diese ein kleines Mädchen von acht Jahren war, und bald darauf starb sie. Solche Legenden noch einmal zu erzählen, bringt Unglück..“ Wieso nannte ich ihn eigentlich Kaninchen. Er wehrte sich nicht dagegen, wehrte sich gegen keine meiner Marotten, das war es wohl. Seine innere Betriebsamkeit kannte zu diesem Zeitpunkt noch Grenzen. Er sprach in behäbigem Dialekt am Telefon. Auf den Anrufbeantworter, wenn ich arbeiten musste. Er wartete langsam, schwerfällig, bei trübem Wetter, auf mich.

    Comment by crysantheme — 15. Mai 2010 @ 17:29

  2. Der Trompetenfisch ist ein Rohr ohne Ende. Hinter dem Rand der Enden wächst gut verborgen ein Algenteppich. Bleib unten, wo es dunkel ist: Die Menschen sind Fleischwölfe mit Kurbeln im Gehirn, der Film ihrer jagenden Wünsche ist nichts als verruchte Ambition. Übel wird es nach zwei Generationen, dann ist vor lauer Mehrfachbelichtung kein Wort mehr ganz bei sich. Aber die Taschenspielertricks sind ein Erbe auf dem Meeresgrund. Schatzkisten voller Muschelklang, abgestorbene Gedanken. Wenn es hier unten nur nicht so trübe wäre; selbst die Schwärze bleibt dunstig und schwer, und die Jahreszeiten ewig mondlos.

    Comment by chlebnikov — 16. Mai 2010 @ 21:16

  3. kannst du denn so auf die rennbahn, fragte ich l. doch l. hatte es geplant. es perfekt geplant. schon ein jahr. es war renntag, einmal wieder, mehr.

    Comment by f. — 18. Mai 2010 @ 14:37

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