Credo

Im Innern der Berge drehen sich Erzadern
zu unwahrscheinlichen Sonnen, die ihre Bestimmung
erst nach Öffnung des Raumes erfahren werden.

Ich wollte immer auffliegen wie ein Vogel aus der Schlucht; nun lebe ich außen im Kristall. Aber nun geben Sie mir bitte den Weg frei, ich schwinge wieder – ich war so müde – auf Flügeln geht dieser Gang – mit meinem blauen Anemonenschwert – in Mittagsturz des Lichts – in Trümmern des Südens – in zerfallendem Gewölk – Zerstäubungen der Stirne – Entschweifungen der Schläfe.

(Rosch : Featuring : Benn : Gehirne : Auszüge)

Dieser Beitrag wurde von J. W. Rosch am 17. Mai 2010 um 21:01 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten, Trauersymmetrie

2 Kommentare »

  1. Auch in Worten werden hier hin + wider kleine Bildchen eingestellt, die ich ganz interessant fand. Wollen Sie mitspielen?

    Comment by frau kleist — 18. Mai 2010 @ 14:32

  2. zu lange gedacht – ins nichts gefallen, aber nun, brocken fallen vom himmel statt krumen, gedanken mit feder am hut, hinter der schläfe schweifen sie aus, bestäuben die stirn, und den aufgeklappten schädel, küss ihn sonne, mitten ins gehirn

    Comment by fryxell — 27. Mai 2010 @ 13:58

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