Rapunzels Pläsier

Sie reden viel zu viel, meist über nichts.
Da staut sich irgendwas, das muss jetzt raus!
Das reißt den Schnabel auf, hofft auf Applaus
von wegen seines innern Gleichgewichts.

Sie sind aufs viele Reden schwer erpicht,
begeistern sich wie wild an dem Erguss
und wissen selber doch, es ist bloß Stuss.
Egal, Sie sind gemacht fürs Rampenlicht.

Es klingt so schön, sie hören selbst sich zu,
sind auch noch ausgesprochen sattelfest,
wenn schon der letzte Hörer Sie verlässt.
Doch schweigen – nein, das ist für Sie tabu.

Dieser Beitrag wurde von Antigone am 10. Januar 2017 um 19:32 Uhr geschrieben.

Genre: Realitätsschatten

5 Kommentare »

  1. Hier liegt wohl eine kleine grammatikalische Schwäche bei der Verwendung der Personalpronomen vor. Aber dies ist auch zu verstehen, schließlich handelt es sich bei dem Reimsche um Zeilen, die im hochemotionalen Zustand geschrieben worden sind.

    Comment by frau kleist — 10. Januar 2017 @ 20:45

  2. Rapunzels Pläsir besteht einzig und allein im Herunterlassen der Haare. Darin ist sie die No.1. Rapunzel No.1 -

    Comment by crysantheme — 10. Januar 2017 @ 22:09

  3. Hallo Frau Kleist! Ein Irrtum, ich räche mich kalt. Nichts da mit hochemotional.
    Die Frau ist viel zu dumm, als dass ich mich über sie erregen könnte. Die tut mir nur leid. Genau wie Sie.

    Comment by Antigone — 12. Januar 2017 @ 18:33

  4. Hallo Chrysantheme! Na, wieder mal gesaubeutelt? Wurde ja auch mal wieder Zeit. Rapunzel – ein typischer Fall von falsch verstandener Märchenfigur. Sie kommt mir eher wie die dumme Baba Jaga im Wald vor, die von dem klugen Iwan aufs Kreuz gelegt wird.

    Comment by Antigone — 12. Januar 2017 @ 18:36

  5. Und Sie, Antigone, sind der kluge Iwan?
    Schenken Sie Ihr Mitleid den von Ihnen geliebten Armen, den Hartzern und Obdachtlosen, den vielen Flüchtlingen, den Frauenhäusern und Kinderheimen. Die habens dringend nötig. Ich persönlich gebe denen schon seit Jahrzehnten mein dreizehntes Gehalt. Für ein Süppchen, ein Jäckchen, ein Mützchen im Winter oder ein Stück Holz. S’ist kalt heuer. Minus zehn Grad hats hier im Wald, die Baba hat mich eingeladen zu Tee kkund Gretschka. Sagt Ihnen das was? Das ist Buchweizengrütze. Sehr lecker und nahrhaft. Das sollten sie mal statt Billigmehl und Industriezucker den vielen armen Menschen geben. Dann wären die wenigstens nicht so übermäßig schwabbelig. Da mag man doch gar nicht mehr hingucken! Also bei mir früher, gaaanz früher, hat man Armut an den Knochen, den spitzen, erkannt. Heutzutage ist Armut fett. Wie pervers ist das denn?

    Comment by rapunzel — 13. Januar 2017 @ 16:30

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